ZVEI-Fachverband Satellit & Kabel: Breitbandausbau als Erfolgsfaktor

ZVEI-Fachverband Satellit & Kabel: Herbert Strobel
Herbert Strobel, Foto: ZVEI

Im Rahmen eines Pressegesprächs des ZVEI-Fachverbands Satellit & Kabel diskutierten Branchenvertreter gestern mit Fachjournalisten aktuelle Marktthemen. „Treiber der Branche sind die Themen Internet of Things, Industrie 4.0, Smart-TV, die DVB-T2-HD-Einführung, Ultra HD sowie die verstärkte Nachfrage nach Video-on-Demand“, so Herbert Strobel (Bild), Vorsitzender des Fachverbands. „Grundlage für diese Anwendungen ist ein flächendeckender Breitbandausbau, der auch den Anforderungen hochvernetzter Industriestandorte gerecht wird.“ Den Breitbandausbau treiben überwiegend die Kabelnetzbetreiber voran – sie versorgen inzwischen fast jeden vierten Haushalt mit schnellem Internet. Im internationalen Vergleich steht Deutschland mit Rang 28 in der OECD-Wertung der Glasfasernationen jedoch weiterhin vor großen Herausforderungen.

„Für uns ist das ein Ansporn, jetzt die richtigen Schritte Richtung Gigabit-Gesellschaft einzuleiten. Das heißt Förderung des Ausbaus ausschließlich Gigabit-fähiger Netze und Konzentration der Fördermittel auf die noch nicht zufriedenstellend versorgten ,weißen Flecken‘ auf der Landkarte“, betont Axel Sihn, stellvertretender Vorsitzender des Fachverbands. Zugleich müsse flächendeckend der Aufbau von Gigabit-Anbindungen zu den Funkstationen künftiger 5G-Netze vorangetrieben werden, damit Deutschland bei dieser Zukunftstechnologie einen weltweiten Spitzenrang einnehmen könne. Die DVB-T2-HD-Einführung in den Ballungsräumen am 29. März 2017 verlief dagegen aus Sicht des ZVEI überwiegend reibungslos. Der Anteil der in Deutschland verkauften Fernseher, die mit HEVC- und DVB-T2-HD-Tuner ausgestattet sind, erhöhte sich laut GfK Retail & Technology von 46 Prozent (Juli 2016) auf 84 Prozent (Mai 2017). Ein weiteres Schwerpunktthema der Branche ist die Digitalisierung des Hörfunks mit DAB+.

www.zvei.org