Wie viel wissen Verbraucher über Licht?

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Was wissen die Deutschen über Lichttechnologien? Können sie Watt, Kelvin und Lumen richtig zuordnen? Wie gehen sie mit der biologischen Wirkung von Licht um? Eine repräsentative Befragung im Auftrag von Ledvance zeigt: Es gibt bei vielen Themen rund um Lichttechnologien noch große Wissenslücken.

„Die LED-Technologie bringt ungemein viele Vorteile mit sich. Wahr ist aber auch: Die Auswahl einer passenden Lampe oder Leuchte ist für den Verbraucher komplexer geworden. Dazu kommen beispielsweise in der EU noch Verbote ineffizienter Technologien, die die Situation noch unübersichtlicher machen. Diese Komplexität und die daraus resultierende Verunsicherung spiegeln sich in den Ergebnissen unserer Befragung wider“, erklärt Dr. Oliver Vogler, Leiter zentrale Marketing- und Vertriebsfunktionen beim globalen LED-Beleuchtungsunternehmen Ledvance.

Wissenslücken bei Maßeinheiten

Die meisten Endkonsumenten fühlen sich besser informiert, als sie es tatsächlich sind: 75 Prozent der 1.000 befragten deutschen Verbraucher antworten, dass ihnen die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Beleuchtungstechnologien von (smarter) LED bis hin zu klassischen Glühlampen vollkommen oder zumindest ausreichend klar sind.

Zu den relevanten Maßeinheiten befragt, wie sie seit geraumer Zeit auf jeder Lampen- oder Leuchten-Verpackung zu finden sind, trennt sich jedoch schnell die sprichwörtliche Spreu vom Weizen: Noch 82 Prozent der Befragten ordnen Watt korrekt dem Energieverbrauch zu. Die in der LED-Welt wichtigen Maßeinheiten Kelvin und Lumen werden dagegen nur noch von rund der Hälfte (55 bzw. 42 Prozent) als Informationen zu Farbtemperatur und Lichtstrom erkannt.

Ledvance Infografik Wissen

 

Das ist laut Dr. Vogler ein Problem, denn „die Farbtemperatur gibt mit einem Kelvin-Wert Auskunft über die Lichtfarbe – von Tageslicht (ab 5.300 K) über Kaltweiß (3.300 bis 5.300 K) hin zu Warmweiß (bis 2.700 bis 3.300K). Der in Lumen angegebene Lichtstrom sagt, wieviel Licht die Lampe abgibt. Der entscheidende Wert für die Helligkeit ist bei den energiesparenden LED also nicht mehr die Watt sondern die Lumen.“

Bei der Zuordnung der Messgrößen ist Deutschland im internationalen Vergleich Schlusslicht. Nur 33 Prozent aller Befragten ordnen alle Maßeinheiten richtig zu. Briten, Franzosen, Schweden, Amerikaner, Kanadier, Brasilianer und Chinesen hingegen erreichen Werte zwischen 40 und 50 Prozent. Spitzenreiter sind die Italiener mit 55 Prozent.

Überraschendes auf dem Einkaufszettel

Fragt man, nach welchen Lichttechnologien die Verbraucher beim Gang in den Baumarkt oder bei der Suche im Netz primär Ausschau halten, ist LED-Technologie (sowohl mit als auch ohne smarte Zusatzfunktionen) wenig überraschend Spitzenreiter. Aber auch alte Technologien stehen noch hoch im Kurs. So haben 27 Prozent der Deutschen nach wie vor „Glühbirnen“ auf ihrem Einkaufszettel – offenbar ohne zu wissen, dass es seit dem Glühlampenverbot in der EU im September 2009 bis auf vereinzelte Restposten und Speziallampen keine klassischen Glühlampen mehr im Handel gibt.

Ebenfalls erstaunlich stark nachgefragt sind Halogenprodukte. Die wurden in mehreren Verbotsstufen seit 2009 schritt- und typenweise vom Markt verbannt oder werden in Kürze verbannt werden. Im September nämlich tritt EU-weit die nächste Stufe des Halogenlampenverbots in Kraft, dieses Mal für die enorm weitverbreitete Halogen-„Glühlampe“ mit klassischer Kolbenform und ungebündeltem Licht. Zwei Drittel der Umfrageteilnehmer haben vom Halogenlampen-Verbot inklusive der anstehenden nächsten Stufe nichts gehört oder wissen nicht, wie sie davon betroffen sind. „Aber niemand muss sich Sorgen machen: Es gibt jetzt für nahezu alles gute oder meist sogar bessere Ersatzprodukte mit LEDs, die durch ihre Stromersparnis den höheren Anschaffungspreis wieder wettmachen“, beruhigt Vogler.

Aufklärungsbedarf bei Human Centric Lighting

Human Centric Lighting, verstanden als das „richtige Licht zur richtigen Zeit“, ist in der Lichtindustrie aktuell eines der ganz großen Trendthemen. Wissenschaftlich erwiesen ist, dass ein eng am natürlichen Tageslichtverlauf orientiertes künstliches Licht einen wertvollen Beitrag leisten kann, den menschlichen Tag-Nacht-Rhythmus zu stabilisieren bzw. zu erhalten, unser Wohlbefinden zu steigern und auch unsere Gesundheit zu verbessern.

Auf die Frage nach biologischen Wirkungen von künstlichem Licht auf den menschlichen Körper antwortet jedoch die Mehrheit der deutschen Befragten (66 Prozent), dass sie nicht daran glauben oder nichts darüber wissen. Ebenfalls zwei Drittel (66 Prozent) sehen allerdings grundsätzlich einen Vorteil darin, mithilfe von künstlichem Licht Körper und Geist entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen stimulieren zu können. Es gibt also eine große Aufgeschlossenheit gegenüber dem Thema HCL. Konsequenterweise geben 57 Prozent der Befragten an, dass die biologischen Lichtwirkungen einen großen Einfluss auf ihre Kaufentscheidungen hätten – wenn sie genug darüber wüssten. Das ist ganz offensichtlich noch nicht der Fall.

„Wir bei Ledvance sehen uns in der Verantwortung noch mehr Aufklärung zu leisten, was für einen großen Beitrag gutes Licht für das Wohlbefinden der Menschen leisten kann“, stellt Oliver Vogler abschließend fest.

www.ledvance.com

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