UHD Monitor 2018
UHD Monitor 2018 - Quelle: HD+

Neun von zehn Haushalten, die den Kauf eines TV-Geräts erwägen, denken dabei über Ultra HD nach. 52 Prozent wären bereit, für TV-Programme in UHD-Qualität extra zu zahlen. Das sind einige Ergebnisse des „HD+ Ultra HD Monitor 2018“, die zum heutigen Welttag des Fernsehens (21. November) veröffentlicht wurden. Erhoben wurden die Daten in einer deutschlandweit repräsentativen Umfrage durch S&L Research im Auftrag von HD+.

Hohe Kaufbereitschaft in den nächsten zwölf Monaten

Bis zum Weihnachtsgeschäft 2019 werden UHD-Fernseher ihre Bedeutung als Renner im Bereich der Unterhaltungselektronik weiter steigern. 43 Prozent der Befragten bezeichnen den Kauf eines neuen Fernsehers in den nächsten zwölf Monaten als „sehr wahrscheinlich“ oder „wahrscheinlich“. 91 Prozent dieser Kaufinteressierten halten dabei den Kauf eines Gerätes mit UHD-Ausstattung für „sehr wahrscheinlich“ oder „wahrscheinlich“. Wichtigstes Kriterium beim Neukauf eines Fernsehers sind die Bildqualität (69 Prozent), gefolgt vom Preis (67 Prozent) und der Bildschirmgröße (62 Prozent).

Von den 15 Prozent der Befragten, die den Kauf eines TV-Gerätes für „sehr wahrscheinlich“ halten, bezeichnen 73 Prozent es als „sehr wahrscheinlich“, dass dieses Gerät UHD-fähig ist. Dies alleine entspricht einem engen Potenzial von etwa 4,2 Millionen Kaufinteressenten für UHD-Fernseher in den nächsten zwölf Monaten (Basis: 38,8 Millionen TV-Haushalte; Quelle Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung).

„UHD ist im Massenmarkt angekommen“

Timo Schneckenburger
Timo Schneckenburger – Foto: Erik Mosoni

Timo Schneckenburger (Bild), Geschäftsführer Marketing und Vertrieb bei HD+: „UHD ist endgültig im Massenmarkt angekommen. Bis Ende 2019 werden in Deutschland mehr als 13 Millionen UHD-Geräte verkauft sein. Die Zuschauer wollen ihren neuen UHD-Fernseher natürlich optimal nutzen und erwarten deshalb auch Programminhalte in UHD. Für Angebote in UHD-Qualität sind sie auch bereit, extra zu zahlen.“

Hohe Zahlungsbereitschaft für UHD-Programme

Gut die Hälfte der Fernsehzuschauer in Deutschland (52 Prozent) wäre bereit, für TV-Programm in besserer Bildqualität Geld auszugeben. 14 Prozent würden bis zu 3 Euro im Monat für UHD zahlen, 18 Prozent zwischen 3 und 6 Euro, 8 Prozent zwischen 6 und 9 Euro, 7 Prozent zwischen 9 und 12 Euro und 5 Prozent würden mehr als 12 Euro ausgeben. Damit ist jeder fünfte Haushalt (20 Prozent) bereit, 6 Euro und mehr pro Monat für Programme in UHD zu zahlen.

Schneckenburger: „Die Zahlungsbereitschaft für hochauflösendes Fernsehen ist groß. Bei UHD ist sie sogar deutlich ausgeprägter als seinerzeit bei der Einführung von HD. Das deckt sich mit anderen Untersuchungen, die davon ausgehen, dass die Bereitschaft der deutschen Zuschauer steigt, für gutes Fernsehen extra zu zahlen. Neben den Inhalten im Pay-TV betrifft das auch die Zahlungsbereitschaft für exzellente Bildqualität und ein eindrucksvolleres TV-Erlebnis.“

Es besteht noch viel Aufklärungsbedarf

Der grundsätzlich breiten Nachfrage stehen aus Sicht von Schneckenburger aber noch einige Entwicklungsbarrieren entgegen. „Natürlich fehlt es immer noch an UHD-Inhalten der Sender. Aber hier zeichnet sich ein positiver Trend ab. Ärgerlich ist, dass viele Zuschauer nicht wissen, wer UHD anbietet. Es herrscht noch viel Aufklärungsbedarf in puncto scharfes Fernsehen. Fernsehen in UHD ist für fast alle, die es gesehen haben, beeindruckend. Es wäre schade, wenn das Erlebnis an der Kommunikation scheitert.“ Über TV-Spots und Online-Kampagnen hinaus wird HD+ deshalb in den nächsten Wochen auch im Print-Bereich für UHD werben, unter anderem mit Beiheftern in großen Publikumszeitschriften.

Unsicherheiten und Unkenntnis beim Programmangebot

Große Unsicherheit und Unkenntnis herrscht beim Blick auf die bestehenden UHD-Angebote der Sender. Bei der Frage nach UHD-Anbietern nannten 20 Prozent der Befragten Sky, gefolgt von RTL (19 Prozent), ZDF (18 Prozent) ProSieben (17 Prozent), Sat.1 (15 Prozent), UHD1 (12 Prozent) sowie Kabeleins und RTL II (beide 11 Prozent). Genannt wurden aber auch Sender, die gar kein UHD-Angebot haben. Die entsprechenden Werte bewegen sich meist im einstelligen Prozentbereich. Größter Ausreißer sind die ARD, bei der 17 Prozent fälschlicherweise ein UHD-Angebot vermuten, und Vox (13 Prozent).

Das Wissen über die Vorteile eines UHD-Gerätes ist extrem unterschiedlich. 79 Prozent der Befragten nennen die bessere Bildqualität, 52 Prozent bessere Farben und Kontraste. Aber nur 27 Prozent wissen, dass sie dank UHD auch einen größeren Fernseher in ihrem Wohnzimmer platzieren können, weil der Sitzabstand zum TV-Gerät aufgrund der hohen Bildauflösung bei UHD praktisch keine Rolle mehr spielt.

Mit UHD machen große Fernseher auch in kleinen Zimmern Sinn

Schneckenburger: „Der Welttag des Fernsehens bietet die Gelegenheit, mit einem weit verbreiteten Mythos abzurechnen. Noch immer glaubt die große Mehrheit der TV-Zuschauer, dass ihr Wohnzimmer für einen wirklich großen Fernseher zu klein ist. Das Vorurteil kommt noch aus der Zeit der Röhrengeräte, wo es Faustregeln gab wie: Sitzabstand gleich vier Mal Bildschirmdiagonale. Das ist überholt. Großes Fernseherlebnis auch in kleinen Zimmern – UHD macht es möglich.“ Durch die bessere Auflösung von UHD-Fernsehern reicht zum Beispiel bei einem 55 Zoll-Gerät ein Sitzabstand von 1,5 bis 2 Metern, bei einem 65-Zoll-Gerät sind es 2,5 Meter.

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