Retail-Trends der EuroShop 2020

EuroShop 2020 Foto: EuroShop
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Wie muss sich der stationäre Handel in Zeiten von Digitalisierung und Online-Handel aufstellen, um für große Kundengruppen relevant zu bleiben? Antworten auf diese Frage und weitere Anregungen zu einem zeitgemäßen POS-Auftritt bot die EuroShop, die vom 16. bis 20. Februar 2020 in Düsseldorf stattfand.

Die Messe ist nicht nur Informationsplattform und Trendschau für Profis aus dem Handel, sondern befasst sich auch mit zukunftsrelevanten Themen wie Digitalisierung, Robotik oder Nachhaltigkeit.

Acht Dimensionen der EuroShop

Die acht „Erlebnisdimensionen“ der EuroShop decken den gesamten Investitionsbedarf des Handels ab. Zudem sollen sie Händler inspirieren, sich mit den gezeigten Themen zu beschäftigen, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.

Shop Fitting & Store Design gibt kreative und pragmatische Antworten, auf die Frage, wie ein Shop heutzutage aussehen muss: Erlebnis- und Identifikationsort? Feel-good-Location? Third Place? Pop-up-Marktplatz?

Retail Technology präsentiert Technologien, die überraschen, begeistern und stimulieren sollen: Augmented Reality, Virtual Reality, Künstliche Intelligenz, Internet-of-Things, Smart Store, Customer-Engagement, Mobile Payment oder Cloud-based Services.

Retail Marketing ist der Point of Interest für „Digital Creatives“ mit den Themen Customer-Engagement und -Experience, Markenerlebnis im stationären und digitalen Store, Personalisierung via Mobile, KI, Digital Signage. Hier erwartet die Fachbesucher das gesamte Spektrum der immer intensiver und digitaler werdenden Interaktion mit dem Kunden.

Lighting: Wenn es um Erlebnis und Inszenierung, Faszination und Atmosphäre geht, dann spielt Licht eine entscheidende Rolle. Seine vielfältigen technischen Einsatzmöglichkeiten, von Smart Lighting bis IoT, verbunden mit ökologischen Aspekten wie Nachhaltigkeit und Effizienz zeigt dieser Bereich.

Visual Merchandising muss Geschichten erzählen – als analoger Erlebnisraum und als digitale Plattform. Wie man perfekt inszeniert, fasziniert und überrascht zeigt dieser Bereich der EuroShop, ob als begehbare Erzählung oder Augmented Reality, als Pop-up-Store oder Digital Store.

Die Handelsgastronomie mit Food Service Equipment richtet sich an Supermärkte, aber auch Fashion-Stores.

Refrigeration & Energy Management thematisiert Ökologie in Verbindung mit Ökonomie. Digitale Transformation und Gebäudeautomation, IoT und KI, Effizienz und Inszenierung – alles ergänzt sich zum klimaneutralen Smart Store.

In Zeiten von Digitalisierung und Festivalisierung zeigt Expo & Event aktuelle Kommunikationsformen wie crossmediale Vernetzung, Erlebnisszenarien, begeisternde Performance oder dynamische Kommunikation. 

Mobile Payment und mobile Check-Out

Bezahl-Apps und digitale Geldbörsen für Smartphones und Smartwatches verändern das Zahlungsverhalten der Kunden. In der Dimension „Retail Technology“ geht es dieses Jahr auch um innovative Lösungen rund um Mobile Payment und mobilen Check-Out.

EuroShop Logo
Foto: EuroShop

Die ersten kassenlosen Convenience-Stores haben bereits eröffnet. Erfasst und bezahlt wird die Ware dort vom Kunden selbst per Smartphone. Auch bei Saturn in Hamburg konnten Kunden im Weihnachtsgeschäft 2018 Artikel mittels mobiler App direkt am Regal scannen und bezahlen. Und der Großhändler für Montage- und Befestigungsmaterial Würth ermöglicht gewerblichen Kunden neuerdings, auch außerhalb der Öffnungszeiten in den unbesetzten Niederlassungen einzukaufen. Das Smartphone dient dabei als digitaler Türöffner und virtuelle Kundenkarte.

Mit dem Start von Google Pay und Apple Pay im Jahr 2018 hat Mobile Payment an Dynamik gewonnen. Insbesondere die Sparkassen und Volksbanken, die zusammen die große Mehrheit der deutschen Girokonten führen, brachten daraufhin eigene Bezahl-Apps auf den Markt. Hier können Bankkunden anstelle einer Kreditkarte auch ihre Girocard für mobile Zahlungen hinterlegen. Der bargeldlose Zahlungsverkehr mit Girocard ist heute weit verbreitet. Bis Ende 2019 wollen die Volksbanken und Sparkassen nun auch Apple Pay einführen. Im Gegenzug sollen dafür in der iOS-Wallet ab 2020 auch Girocards hinterlegt werden können. Deutsche Nutzer von Google Pay haben schon heute die Möglichkeit, einen Paypal-Account zu hinterlegen, um damit mobil am POS zu zahlen.