Smart Home „Made in Germany“ bevorzugt

Smart Living Made in Germany
Foto: Wirtschaftsinitiative Smart Living

In weniger als fünf Jahren werden die Smart-Home-Umsätze in Deutschland um über 60 Prozent steigen. So lautet die Prognose der Geschäftsstelle Smart Living. Die Zahlen wurden vor der aktuellen Situation rund um das Corona-Virus errechnet. Mijo Maric, Leiter der Geschäftsstelle Smart Living, kommentiert: „Die jetzige Lage stellt natürlich auch für den Smart-Living-Markt eine große Herausforderung dar, die bei vielen Unternehmen harte Einschnitte bedeutet. Wir sehen sie aber langfristig auch als enorme Chance, da umso deutlicher wird, wie etwa altersgerechte Assistenzsysteme Nutzen stiften können.“

Deutsche Produkte sind beliebt

Smart-Living-Anwendungen von deutschen Anbietern bevorzugt
Foto: Smart Living

2019 wurde mit Smart-Home-Produkten ein Umsatz von rund 3,6 Milliarden Euro am hiesigen Markt erwirtschaftet. Bis 2023 soll der Umsatz auf sechs Milliarden Euro zulegen. Über diesen Anstieg werden sich vermutlich auch viele deutsche Anbieter freuen, denn sie liegen in der Gunst der Kunden vorne. So zeigte eine repräsentative Online-Umfrage der Wirtschaftsinitiative Smart Living aus dem Jahr 2019 (durchgeführt von GfK), dass über die Hälfte der Menschen in Deutschland Smart-Living-Anwendungen eines deutschen Anbieters gegenüber den Angeboten aus anderen Ländern bevorzugen.

Als wichtige Gründe hierfür wurden der bessere Schutz der persönlichen Daten (52 Prozent), die Unterstützung bei der Installation (62,7 Prozent) und ein besserer Service (66 Prozent) durch vor Ort verfügbare Fachkräfte genannt.

„Made in Germany gilt beim Smart Home genauso wie auch bei allen anderen Smart-Living-Anwendungen als Qualitätssiegel“, erläutert Mijo Maric. „Unser jetzt veröffentlichter Smart-Living-Monitor zeigt, dass sich die Umsätze für Smart-Home-Produkte und Produktsegmente in Deutschland in den letzten Jahren sehr dynamisch entwickelt haben. Für die nahe Zukunft ist von Wachstumsraten von mehr als 20 Prozent pro Jahr auszugehen. Das eröffnet gerade den deutschen Anbietern große Chancen.“

Potenzial für deutsche Anbieter

Auch in anderen Produktsegmenten gibt es Potenzial. So prognostiziert der Smart-Living-Monitor für Smart Mobility in Deutschland eine Umsatzentwicklung auf fast 1,8 Milliarden im Jahr 2023 (ausgehend von 1,4 Milliarden Euro in 2019). Entwicklungspotenzial bietet auch das Home-Energy-Management: Das Feld reicht vom automatisierten Einspeisen überschüssiger Energie ins Stromnetz bis hin zum Lade-Management für Elektrofahrzeuge.

Der Smart Home Monitor kann hier abgerufen werden. Die Wirtschaftsinitiative Smart Living geht vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aus. Hierin sind über 80 Unternehmen, Verbände und Initiativen organisiert. Betreut wird die Wirtschaftsinitiative von der Geschäftsstelle Smart Living.

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