Wie die Corona-Krise das Online-Shopping verändert

Bitkom
Foto: bitkom / Pixabay

Seit wenigen Tagen hat der Einzelhandel wieder geöffnet, wenn auch mit Auflagen und Beschränkungen. In den Wochen davor waren die Bundesbürger für den Kauf vieler Produkte auf das Internet angewiesen. Genutzt hat das jeder auf seine ganz eigene Art.

Fast Jeder nutzt das Netz zum Shoppen

Bitkom: Digitalisierung ist größte Herausforderung für Händler
Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Foto: Bitkom

So gibt jeder fünfte Verbraucher (20 Prozent) an, seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen grundsätzlich mehr im Internet zu bestellen als zuvor. 29 Prozent bestellen hingegen weniger. Etwas mehr als jeder Vierte (27 Prozent) gibt an, genau so viel im Internet zu kaufen wie vor dem Ausbruch des Coronavirus in Deutschland.

Fast jeder Internetnutzer (94 Prozent) ab 16 Jahren bestellt Waren im Internet. Somit wirkt sich eine generelle Konsumflaute kurzfristig auch auf einzelne Bereiche im Online-Handel aus. Viele große und kleine Händler mussten online wie offline schnell Antworten auf die Corona-Krise finden“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Jene Händler, die ein digitales Angebot für ihre Kunden bereithalten, kommen definitiv besser durch die Krise.“

Hinweis zur Methodik
Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Im April und Mai 2020 wurden dabei 1.003 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragen lauteten: „Wie hat sich Ihr Online-Einkaufsverhalten seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Deutschland verändert?“ und „Bitte sagen Sie mir, inwieweit die folgenden Aussagen zum Einkaufsverhalten auf Sie bzw. Ihr Umfeld zutreffen oder nicht zutreffen (Angaben für ‚Trifft voll und ganz zu‘ und ‚Trifft eher zu‘)“.

Kunden wünschen sich Online-Shop regionaler Händler

So ist auch mehr als jeder Zweite (55 Prozent) der Meinung, dass der Online-Handel in Zeiten der Corona-Pandemie eine zentrale Versorgungsfunktion einnimmt. Zwei Drittel (66 Prozent) kaufen insbesondere bei Einzelhändlern in ihrer Region online ein, um ihnen die Treue zu halten – sofern sie ihre Waren im Internet anbieten. Fast ebenso viele (65 Prozent) wünschen sich in diesem Zusammenhang auch, dass mehr Einzelhändler in ihrer Region ein Online-Angebot machen.

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