Mittelstand will sich digitalisieren

Digitalisierung im Mittelstand
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Das alte Credo “Die digitale Transformation der Wirtschaft macht auch vor dem Mittelstand nicht Halt” hat in der jetzigen Krisensituation höhere Relevanz den je bekommen. Till Schmid von der Beratungsplattform Consultport sieht, wie im Zuge der Pandemie eine Bewusstseinsänderungen bei jedem einzelnen stattfindet und damit ein Paradigmenwechsel eingeläutet wird. „Der Prozess der Digitalisierung vollzieht sich eigentlich schon seit Jahren, nun setzt durch Covid-19 eine Verstärkung ein“, so Till Schmid in unserem Gastbeitrag. „Denn die Ausnahmesituation zeigt, es funktioniert. Der Ruf nach Online-Lösungen in den einzelnen Abteilung und -prozessen werden immer lauter und die Krise bietet nun die Chance für neue Geschäftsmodelle und strukturelle Veränderungen.“

Wille zur Digitalisierung Studie Consultport
Foto: Consultport

80 Prozent der mittelständischen Unternehmen wollen nun die Digitalisierung aktiv angehen, wie die Ergebnisse der aktuellen Consultport-Studie “Zum Bedarf von Digital-Experten im Mittelstand” zeigen. Hierbei ist es für Unternehmen jedoch entscheidend, ein klares Digitalkonzept zu entwickeln, um die Transformation umfassend zu meistern und sich so für die Zukunft zu wappnen. Die Mehrheit von über 60 Prozent der befragten Unternehmen ist sich einig, dass für diese kommenden Transformationsprozesse die Zusammenarbeit mit externen Fachexperten eine schlichte Notwendigkeit ist (80 Prozent). Jedoch tut sich fast die Hälfte (47 Prozent) der Unternehmen mit der Wahl eines passenden Beraters schwer.

Wahl des passenden Beraters

Wie finden Unternehmen zu ihren häufig kleinteiligen, komplexen Digitalisierungsproblemen einen inhaltlich und vor allem persönlich passenden Berater? Die Hürden sind vielfältig, wie die Studienergebnisse untermauern: So beklagen 25 Prozent der Unternehmen den fehlenden Zugang zu externen Beratern. Gesucht wird dabei vor allem im eigenen Netzwerk, hier wurden in der Vergangenheit die Hälfte der Unternehmen fündig und über zwei Drittel würden auch erneut so vorgehen. Doch für fast die Hälfte (47 Prozent) stellt sich der Suchprozess als zu langwierig und kompliziert dar. Ist ein passendes Beratungsunternehmen gefunden, beklagen 30 Prozent das intransparente Angebot. Darüber hinaus waren die Berater in knapp einem Drittel der Projekte oftmals deutlich unerfahrener als angenommen und weitere 30 Prozent der Entscheider bemängeln das Einhalten des besprochenen Zeitplans.

Herausforderungen der Digitalisierung
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Ist die Wahl für einen Berater gefallen, dann zählen für die meisten Unternehmen vor allem Vertrauen und Fachexpertise, noch vor Referenzen und Verfügbarkeit. Die Reputation des Beratungshauses hingegen, rangiert lediglich auf Platz 3 der wichtigen Kriterien für die Wahl eines Beraters.

Flexibler Zugang zu digitalem Fachwissen

Till Schmid
Till Schmid, Foto: Consultport

Ein Digital-Berater sollte sich also schnell und mit dem richtigen Know-how in die hochspezialisierten Unternehmensprojekte einarbeiten können. „Da diese individuell sind, können selbstständige Berater, die schnell und flexibel für das jeweilige Projekt an Bord gebracht werden können, das Mittel der Wahl sein“, so Till Schmid. „Diese bieten spezifisches Fachwissen, wie beispielsweise in den Bereichen Digitalisierung von Prozessen, Entwicklung von neuen digitalen Geschäftsfeldern bis zur Begleitung eines Kulturwandels und können so passgenau eingesetzt werden.“

„Eine Plattformlösung wie beispielsweise Consultport kann hier durch den unkomplizierten Zugang zu einem hochqualifizierten und breiten Berater-Pool von selbstständigen Experten einen Vorteil für Unternehmen bieten“, meint Till Schmid. „Mit Hilfe eines mehrstufigen Auswahlprozesses können digitale Berater zielgenau selektiert werden. Dies ermöglicht schnell, und verlässlich den richtigen Partner für eine erfolgreiche Transformation zu finden und damit die Digitalisierung zu bewerkstelligen.“

Beratungsplattform Consultport

Zum Autor: Till Schmid hat 2018 die Beratungsplattform Consultport gegründet. Er war zuvor selbst als Berater bei der Boston Consulting Group und BCG Digital Ventures tätig.

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