Olympus verkauft seine Foto-Sparte

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Foto: Olympus
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Olympus überträgt sein Imaging-Geschäft an den Finanzinvestor Japan Industrial Partners (JIP). Hierfür gründet Olympus eine hundertprozentige Tochtergesellschaft, von der 95 Prozent der Aktien am 1. Januar 2021 an OJ Holdings, Ltd. übertragen werden, eine von JIP gegründete Zweckgesellschaft. Nach der Übertragung des Imaging-Geschäfts wird sich Olympus in Zukunft auf medizinische und wissenschaftliche Lösungen konzentrieren.

Olympus begann 1936 mit der Herstellung und dem Verkauf von Kameras, geriet aber in den letzten Jahren aufgrund des rapide schrumpfenden Fotomarktes unter Druck. Das Imaging-Geschäft von Olympus verzeichnete in drei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren bis März 2020 operative Verluste – trotz verschiedener effizienzsteigernder Maßnahmen.

„Die Ausgliederung des Olympus Imaging-Geschäfts und die Übertragung an JIP ermöglicht es, effizienter zu wirtschaften und künftig ein selbst tragendes sowie kontinuierliches Wachstum zu realisieren“, heißt es in einer Mitteilung. „Auch im neuen Unternehmen werden Entwicklung, Produktion, Verkauf und Service weiterhin eng zusammenarbeiten, um Produkte und Lösungen offerieren zu können, die die Kunden zufriedenstellen“, sagt Yasuo Takeuchi, Präsident und CEO der Olympus Corporation.

Die Vereinbarung gilt für das globale Imaging-Geschäft von Olympus inklusive aller F&E- und Produktionsstandorte. Verkauf, Marketing, F&E und Produktdesign werden an den Hauptsitz des neuen Unternehmens in Hachioji, Tokio, verlegt. Die Produktion wird an dem Standort in der Provinz Dong Nai, Vietnam, fortgesetzt. Das neue Unternehmen wird auch den Service und Support für die von Olympus hergestellten und verkauften Imaging-Produkte übernehmen. Der europäische Markt wird wie bisher aus Hamburg gesteuert.

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