ECC Köln: Die Zukunft des Bezahlens ist schnell und unkompliziert

Mobile Payment - Smartphone auf Bezahlterminal legen
Mobile Payment - Foto: CC BY-SA 3.0

Bezahlen muss schnell und bequem sein. Das sehen auch Verbraucher so und treiben damit die Verbreitung neuer Zahlungsverfahren voran. Die neue Auflage der ECC-Payment-Studie, eine Initiative des ECC Köln in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Malte Krüger, widmet sich daher den Trends im Payment-Markt mit dem Fokus auf Instant Payment und P2P-Zahlungen und zeigt: Sichere digitale Bezahlmethoden werden immer beliebter.

„In der EU sind seit November 2017 Überweisungen in unter 15 Sekunden mit dem sogenannten SEPA Instant Payment möglich. Instant Payment löst als Geldtransfer in Echtzeit Schritt für Schritt konservative Überweisungen als Zahlungsart ab – schnelle und direkte Bezahlmethoden werden in Zukunft Alltag sein“, so die Einordnung von Mailin Schmelter, stellvertretende Bereichsleiterin Customer Insights am ECC Köln.

Konsumenten treiben neue Zahlungsverfahren voran

Radler bezahlt mit Garmin Smartwatch. Foto: Garmin
Garmin Pay: So einfach kann bezahlen sein. Foto: Garmin

Die Ergebnisse der ECC-Payment-Studie Vol. 24 zeigen, dass rund ein Viertel der Konsumentinnen und Konsumenten bereits SEPA-Echtzeitüberweisungen genutzt hat. 50 Prozent können sich die Nutzung zukünftig vorstellen.

Besonders interessant ist für Konsumenten die Nutzung von Instant Payment bei sofortigem Versand der Ware (66 Prozent) und bei Zahlungen, bei denen bislang Eil-Überweisungen nötig waren (65 Prozent).

Auf diese Entwicklungen reagieren auch Händler, die ihr Paymentangebot entsprechend den Zahlungswünschen der Konsumenten anpassen. Aus Händlersicht trägt Instant Payment nicht nur zur Vermeidung von Zahlungsausfällen bei (61 Prozent), sondern insbesondere auch zur Steigerung der Kundenzufriedenheit (60 Prozent).

Insgesamt glaubt knapp die Hälfte der befragten Händler, dass Instant Payment sich mittelfristig als zusätzliches Zahlungsmittel durchsetzen wird, vor allem weil es von den Endkunden immer mehr verlangt wird. Den Händlern selbst kommt es bei der Zahlung weniger auf die direkte Verfügbarkeit an, vielmehr ist für sie die Zahlungssicherheit entscheidend (57 Prozent).

Konsumenten interessiert an P2B im Handel

Auch formlosen digitalen Zahlungen (engl. Person-to-Person (P2P) Payment) zwischen Privatpersonen, ohne Eingabe von Bankverbindung oder TAN stehen Konsumenten insgesamt offen gegenüber. Jeder Vierte hat diese Möglichkeit bereits genutzt. Der bekannteste Anbieter ist PayPal (97 Prozent), aber auch paydirekt (71 Prozent) und VISA Direkt (62 Prozent) sind für P2P-Zahlungen verbreitet.

Auch dem Einsatz von formlosen digitalen Zahlungen im Handel durch eine Ausweitung von P2P auf P2B (engl. Person-to-Business) stehen die befragten Konsumenten grundsätzlich offen gegenüber. Sie würden diese vor allem beim Einkauf über das Internet in Anspruch nehmen. Das Interesse ist besonders hoch bei mobile- und smartphoneaffinen Konsumenten, den sogenannten Smart Consumern.

Ausweitung P2P auf P2B im Handel. Foto: ECC Köln
Ausweitung P2P auf P2B im Handel. Foto: ECC Köln

„Wir leben in einer ‚Amazon-Now-Welt‘, wo Kunden erwarten, dass etwas auch in kürzester Zeit geliefert wird. Deswegen sollten alle Zahlungen natürlich so schnell wie möglich durchgeführt werden. Dies gilt insbesondere für den B2B-Bereich, wo Just-in-time Lieferungen für gewisse Geschäfts- und Produktionsprozesse wichtig sind.“, schlussfolgert Miriam van Straelen, Chief Customer Officer, idealo internet GmbH, im Experteninterview zur ECC-Payment-Studie Vol. 24.

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