Händler in Innenstädten in Nöten: HDE fordert Unterstützung

HDE Hauptgeschäftsführer Stefan Genth
Stefan Genth, Foto: HDE

Knapp zwei Drittel der Innenstadthändler sehen sich aktuell in Existenzgefahr. Das zeigt eine aktuelle Trendumfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) unter mehr als 700 Händlern. Drei Viertel der Händler geben an, dass die staatlichen Hilfen nicht ausreichen, um eine Insolvenz abzuwenden.

Für viele Händler ist es kurz nach zwölf

„Allein in der vergangenen Woche verlor der vom Lockdown betroffene Einzelhandel rund fünf Milliarden Euro Umsatz. Im gesamten Jahr 2020 waren es rund 36 Milliarden Euro. Das können die Unternehmen nicht mehr ohne Hilfe kompensieren. Wenn die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten gemeinsam mit der Kanzlerin eine weitere Schließung unserer Geschäfte beschließen, müssen sie auch für die notwendige Unterstützung sorgen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Insolvenzwelle im Einzelhandel droht

In der Folge sieht der HDE den Einzelhandel vor einer Insolvenzwelle. Viele Handelsunternehmen, die von dem zweimaligen Lockdown betroffen sind, haben ihr Eigenkapital weitgehend aufgezehrt und benötigen deshalb jetzt wirtschaftliche Unterstützung. Andernfalls droht das Aus für bis zu 50.000 Geschäfte mit über 250.000 Mitarbeitern und damit auch eine Verödung der Innenstädte. Genth: „Wir fordern für die von den Schließungen betroffenen Unternehmen endlich gezielte sowie wirksame Wirtschaftshilfen und eine Perspektive.“

Passend dazu: Die Präsidenten der Handelsverbände fordern in einem Brandbrief an Bundeskanzlerin Merkel Unterstützung und Perspektiven für den Handel in Deutschland. Für den BVT unterschrieb Frank Schipper den Brief. Für den Handelsverband Deutschland (HDE) unterschreibt Josef Sanktjohanser.

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