Entsorgung von Altgeräten bald auch in Supermärkten

Mann inmitten alter Fernseher
Foto: pixabay

Um ausgediente Elektronikgeräte zu recyceln, sollten sie nicht im Hausmüll entsorgt, sondern bei einer Sammelstelle abgegeben werden. Auch Fachgeschäfte und Fachmärkte nehmen Altgeräte an – dazu sind sie gesetzlich verpflichtet. Sie sind allerdings nicht die einzigen Unternehmen, die Technikprodukte verkaufen. Ebenfalls so manche Discounter und Supermärkte bieten regelmäßig Elektro-Haushaltsgeräte, Computer und Zubehör, Unterhaltungselektronik und Telefone an. Eine Anpassung des Elektro- und Elektronikgeräte-Gesetzes soll ab nächstem Jahr dafür sorgen, dass in Zukunft nicht nur die Fachgeschäfte, sondern eben auch die Geschäfte im Lebensmittel-Einzelhandel verpflichtet sind, kleinere Altgeräte (Kantenlänge bis zu 25 Zentimeter) zurückzunehmen, wenn diese eine Verkaufsfläche größer als 800 Quadratmeter haben und selbst mehrmals im Jahr Elektrogeräte anbieten. Für Verbraucher wird es also leichter, ihr ausgedientes Kleingerät umweltgerecht zu entsorgen.

Dr. Sara Warneke
Dr. Sara Warneke, Foto: gfu

Auch Online-Händler sollen künftig stärker ins Recycling eingebunden werden, indem sie kostenlose Abholung und Entsorgung anbieten. Betreiber von Online-Marktplätzen sollen prüfen, ob die über ihre Plattform verkauften Produkte bei der Stiftung ear registriert sind, sich der jeweilige Hersteller also an den späteren Entsorgungskosten beteiligt.

„Die Gesetzesänderung wird von uns sehr begrüßt, denn sie sorgt für mehr Fairness beim Wettbewerb der Handelsformen und beseitigt Wettbewerbsnachteile für Hersteller, die sich rechtskonform verhalten, indem sie ihren Verpflichtungen nach dem Elektro- und Elektronikgesetz nachkommen“, kommentiert Dr. Sara Warneke, Geschäftsführerin der gfu Consumer & Home Electronics GmbH.

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