10 Jahre DAB+

DAB+ Logo und klassisches Radio. Foto: WorldDAB/pixabay
Foto: WorldDAB/pixabay

Mit dem Sendestart der ersten nationalen Programmplattform am 1. August 2011 begann vor zehn Jahren mit dem DAB+ Radiostandard in Deutschland die europäische Einführung des digitalen Nachfolgers von UKW. DAB+ löst die Frequenzknappheit von UKW auf, die vom Fraunhofer Institut in Erlangen entwickelte Audio-Komprimierung AAC ist moderner und effizienter als die des Vorgängers DAB.

270 digitale Radioprogramme

Aus den ursprünglich 27 Funktürmen, von denen die bundesweiten Programme zunächst in Ballungsräumen verbreitet wurden, entstand innerhalb von zehn Jahren ein digitales Sendernetz mit inzwischen 149 Funktürmen im gesamten Bundesgebiet. Zusammen mit den mehr als 70 Sendeanlagen der zweiten nationalen Programmplattform sind mittlerweile bis zu 29 Programme in ganz Deutschland über DAB+ empfangbar. Dazu kommen viele regionale sowie landesweite öffentlich-rechtliche und private Angebote: Mit insgesamt 270 unterschiedlich verfügbaren Programmen, von denen 70 exklusiv über DAB+ zu empfangen sind, ist die Vielfalt im Rundfunk mit DAB+ größer denn je.

Waren anfangs das Deutschlandradio und die ARD Treiber von DAB+, setzen nun auch viele namhafte Privatsender auf die digitale Programmverbreitung. So soll in NRW im Herbst eine landesweite private Plattform mit 16 neuen DAB+ Programmen starten. Die bundesweite Flächenabdeckung von DAB+ liegt aktuell bei rund 98 Prozent, die Autobahnen sind so gut wie vollversorgt und der Ausbau geht regional und bundesweit kontinuierlich weiter.

Positive Marktentwicklung

Parallel zur Vergrößerung der Programmvielfalt entwickelt sich der Markt für neue DAB+ Empfänger und Adapter zur Nachrüstung. Mit zuletzt zweistelligen Zuwachsraten für das Jahr 2020 (plus 15,2 Prozent relatives Wachstum zum Vorjahr) steigt die Nachfrage nach DAB+ Radiogeräten weiter: Zwischen Januar und Mai 2021 wurden laut Hemix in Deutschland 756.000 DAB+ Geräte verkauft (plus 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Der Umsatz mit den Digitalradios betrug in diesem Zeitraum 101 Millionen Euro (plus 2,1 Prozent). In mehr als einem Viertel aller Haushalte steht inzwischen ein DAB+ Gerät, dies sind weit über 17 Millionen Geräte.

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