So sieht Oppo die Zukunft der Smartphone-Fotografie

Oppo Imaging Director Simon Liu auf dem „Future Imaging Technology Event 2021
Oppo Imaging Director Simon Liu auf dem „Future Imaging Technology Event 2021“, Foto: Oppo

Oppo hat im Rahmen seines „Future Imaging Technology“-Events 2021 einen Einblick in seine Entwicklung hinsichtlich Smartphone-Fotografie gegeben. Auf der Online-Veranstaltung zeigte das Unternehmen seine Weiterentwicklungen bei Sensoren, Modulen und Algorithmen, die in zukünftigen Oppo-Geräten zum Einsatz kommen sollen. Zu den Smartphone-Innovationen zählen ein RGBW-Sensor der nächsten Generation sowie ein 85 bis 200 mm stufenloser optischer Zoom, ebenso wie ein 5-Achsen-OIS und die neue Unter-Display-Kamera mit einer Reihe proprietärer Algorithmen. Die neuen Technologien bringen Verbesserungen für Lichtempfindlichkeit, Zoom-Funktionen und Bildstabilisierung.

Derzeit verfügt der chinesische Hersteller nach eigenen Angaben über sechs Forschungsinstitute, fünf R&D-Zentren und mehrere Bildgebungslabore auf der ganzen Welt. Dazu zählen Bildgebungslabore in Hyderabad (Indien) und Yokohama (Japan).

RGBW-Sensor der nächsten Generation

Oppo Imaging Director Simon Liu stellt neue Smartphone-Kamera-Technologien vor
Foto: Oppo

Oppos RGBW-Sensor der nächsten Generation sorgt laut Hersteller für eine erhöhte Lichtempfindlichkeit mit verbesserter Farbleistung. Dies wird durch die Einführung zusätzlicher weißer Subpixel (W), der bahnbrechenden DTI-Technologie und dem selbst entwickelten 4-in-1-Pixel-Algorithmus erreicht. Der neue Sensor fängt 60 Prozent mehr Licht ein als frühere Sensoren und reduziert gleichzeitig das Rauschen um bis zu 35 Prozent, verglichen mit dem RGB-Sensor der vorherigen Generation. Das Ergebnis sind demnach klarere und hellere Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen.

Der 4-in-1 Pixelalgorithmus trägt dazu bei, die Farbleistung des Sensors zu steigern. Probleme wie Farbungenauigkeiten und Moiré-Effekte werden Oppo zufolge eliminiert.  Oppos neuer Sensor optimiert nicht nur Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen, sondern auch Foto- und Video-Porträts, indem er Haut, Textur und den Kontrast anpasst. Im vierten Quartal 2021 soll der RGBW-Sensor der nächsten Generation in Oppo-Produkten zum Einsatz kommen.

Stufenloser optischer Zoom

Oppos stufenloser optischer Zoom
Foto: Oppo

Der vorgestellte 85 bis 200 mm stufenlose optische Zoom sorgt für eine Neuerung auf Hardware-Ebene im Bereich des zugrundeliegenden strukturellen Moduls:

  • Erstmals kommt die G+P-Linsentechnologie (Glas + Kunststoff) zum Einsatz. Sie führt zwei ultradünne, hochpräzise asphärische Glaslinsen ein, um optische Effekte, wie die Minimierung von Streulicht, zu verbessern.
  • Der innovative Einsatz eines Tunnel-Magnetoresistiv-Sensors (TMR-Sensor) ermöglicht laut Hersteller eine stabilere und präzisere Bewegung der Linsen im Kameramodul.
  • Der neue, verbesserte Motor mit Führungswelle erhöht die dynamische Neigung, mit der das Objektivsystem bewegt werden kann. Er ermöglicht so ein stufenloses optisches Zoomen bei stärkeren Vergrößerungen.

Mit diesen Innovationen wird das stufenlose optische Zoomen bei äquivalenten Brennweiten zwischen 85 mm und 200 mm unterstützt. Damit können Oppo zufolge scharfe Bilder in jeder Vergrößerungsstufe, vom Porträt aus nächster Nähe bis hin zu weit entfernten Landschaften, aufgenommen werden, ohne dass ein Beschnitt erforderlich ist. „Die Aufnahmen bieten einen fließenden Übergang über den gesamten optischen Zoombereich in einer Bildqualität, die mit der einer professionellen Kamera vergleichbar ist“, so das Unternehmen. „Zudem löst die Technologie häufige Probleme wie Sprünge, Ungenauigkeiten beim Weißabgleich oder Farbverfälschungen, die bei herkömmlichen Multi-Kamera-Zoom-Systemen auftreten können.“

5-Achsen-OIS

5-Achsen-OIS von Oppo
Foto: Oppo

Ebenfalls neu bei Oppo ist ein 5-Achsen-OIS. der optische Bildstabilisator ermöglicht dem Systemprozessor, Bewegungsdaten vom Gyroskop zu empfangen, diese zu analysieren und durch Algorithmen in die jeweiligen Komponenten zu verteilen. Die Daten werden dann an die beiden beweglichen Komponenten weitergeleitet: das Objektiv und den Bildsensor, die von kugelgelagerten Motoren bzw. Memorymetallen angetrieben werden.

Gemeinsam mit der Algorithmus-Kompensation wird insgesamt eine Stabilisierung in fünf Raumachsen erreicht. Dies ermöglicht den Angaben zufolge einen dreimal größeren Stabilisierungswinkel als bei herkömmlicher OIS-Technologie auf Mobilgeräten. Bei Nacht- oder Bewegungsaufnahmen kann Oppos proprietärer Algorithmus dazu beitragen, die Stabilität, Klarheit und Farbleistung zu verbessern. Die 5-Achsen-OIS-Technologie soll ab dem zweiten Quartal 2022 in Oppo-Produkten zum Einsatz kommen.

Unter-Display-Kamera

Schließlich präsentierte Oppo seine Unter-Display-Kamera für zukünftige Smartphones. Die innovative Pixelgeometrie sorgt für eine hochwertige 400-PPI-Anzeige im Bereich der Unter-Display-Kamera. Die transparente Verdrahtung und das neue Design bewirken eine wesentlich feinere Anzeigequalität und ein flüssigeres visuelles Erlebnis. Da jeder Pixelschaltkreis nur einen Pixel (1-to-1) im Bildschirm ansteuert und die algorithmische Kompensationstechnologie die Farbgebung und Helligkeit des gesamten Bildschirms präziser steuert, kommt es Oppo zufolge lediglich zu Abweichungen von etwa 2 Prozent bei einer gleichzeitig verbesserten Display-Lebensdauer von bis zu 50 Prozent.

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