Bitkom-Umfrage: Immer mehr Smart-Home-Anwendungen werden genutzt

Dr. Bernhard Rohleder
Dr. Bernhard Rohleder - Foto: bitkom

Eine wachsende Anzahl an Menschen hat Smart-Home-Anwendungen installiert, seien es App-gesteuerte Staubsauger-Roboter oder vernetztes Licht. Laut einer Umfrage im Auftrag des Bitkom-Verbands verfügen 41 Prozent der Befragten über vernetzte Geräte in ihrem Zuhause. 2020 waren es noch 37 Prozent und 31 Prozent im Jahr 2019.

Die meistgenutzte Anwendung sind demnach intelligente Lampen und Leuchten, die 29 Prozent im Einsatz haben – ein Plus von sechs Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere Anwendungen im Bereich Sicherheit haben zugelegt: Fast ein Viertel (23 Prozent) nutzt smarte Videoüberwachung (zuvor 16 Prozent) und ein Fünftel (21 Prozent) eine intelligente Alarmanlage (zuvor 18 Prozent). Beliebt sind auch intelligente Rollläden oder Markisen (13 Prozent). Rasenmäher-Roboter nutzen 16 Prozent, bei 13 Prozent sorgen Staubsauer-Roboter für Sauberkeit. Weniger verbreitet sind intelligente Haushaltsgeräte wie smarte Waschmaschinen oder Kühlschränke (4 Prozent). Eine aktuelle Umfrage der gfu kommt zu ähnlichen Ergebnissen in der Smart-Home-Nutzung.

Komfortabel, sicher und auch klimafreundlich

„Die meisten Smart-Home-Systeme lassen sich unkompliziert zu Hause einsetzen, installieren und beliebig erweitern. Die Geräte der einzelnen Hersteller werden zunehmend untereinander kompatibel, so dass sie sich untereinander vernetzen oder über eine gemeinsame Plattform steuern lassen“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Smart-Home-Anwendungen machen das Leben komfortabler, sicherer und auch klimafreundlicher.“ Letzteres gilt besonders für smarte Heizkörper und Thermostate, die bei 17 Prozent der Befragten im Einsatz sind.

 

Bitkom-Grafik 2021 zu Smart Home
Foto: Bitkom

Gründe für den Einsatz

Gefragt danach, aus welchen Gründen sie Smart-Home-Anwendungen nutzen, verweist die überwiegende Mehrheit (78 Prozent) auf mehr Komfort und Lebensqualität. 69 Prozent wollen ihre Wohnung sicherer machen und 62 Prozent energieeffizienter leben. Ein Viertel (26 Prozent) will ortsunabhängig auf die Geräte zugreifen und 21 Prozent wollen Geld sparen. Interessantes Detail: 18 Prozent nutzen Smart-Home-Anwendungen, weil sie Vermieter bereits in der Wohnung installiert hatten. Ein Zehntel nutzt Smart-Home-Anwendungen aus Spaß an Bastelei und Technik – auf Männer trifft dies mit 14 Prozent häufiger zu als auf Frauen (5 Prozent).

Weiterhin gibt es Vorbehalte

Gleichwohl gibt es auch Vorbehalte. Aus der Gruppe derjenigen, die kein Interesse an Smart-Home-Anwendungen haben, nennen 37 Prozent einen zu hohen Preis. 32 Prozent empfinden die Bedienung als zu kompliziert und 29 Prozent ist der Einbau zu aufwendig. Vor allem aber verzichtet man aus Sorge vor Hacker-Angriffen darauf (41 Prozent). 39 Prozent haben Angst vor Missbrauch der persönlichen Daten. Und 32 Prozent haben generell Angst um ihre Privatsphäre.

„Gerade bei Smart Home Geräten sollte man nicht unten in die Ramschkiste greifen, sondern auf nach internationalen Standards zertifizierte Produkte achten. Sie machen Smart-Home-Anwendungen gegen Angriffe von außen ausgesprochen sicher. Dabei sind auch die Nutzerinnen und Nutzer gefragt, etwa wenn es um den Schutz ihres eigenen WLANs oder regelmäßige Updates der Geräte geht“, betont Dr. Bernhard Rohleder.

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