Jede siebte Online-Bestellung geht zurück

Bitkom-Grafik zu Online-Retouren
Foto: Bitkom

Retouren beim Online-Shopping sorgen für mehr Verpackungsmüll und zusätzliche Kosten. Wie der Bitkom-Verband herausfand, werden geschätzte 15 Prozent der online bestellten Waren wieder zurückgeschickt. Bei fast jedem zweiten Online-Einzelhändler (44 Prozent) nehmen die Rücksendungen ein solches Ausmaß an, dass sie das Geschäft belasten. 51 Prozent berichten von steigenden Kosten durch Rückgaben. Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Bitkom-Verbands unter mehr als 500 Handelsunternehmen in Deutschland, darunter 203 Einzelhändler, die teilweise oder ausschließlich im Internet verkaufen.

Digitale Technologien können Retouren mindern

Bernhard Rohleder
Bernhard Rohleder, Foto: Bitkom

„Für die Onlinehändler bedeuten Retouren einerseits einen Umsatzverlust und andererseits zusätzliche Personal- und Prozesskosten. Für die Umwelt führen Retouren zu mehr CO2-Ausstoß durch zusätzliche Lieferwege und mehr Verpackungsmüll“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Mithilfe digitaler Technologien wie KI, Big Data oder Virtual Reality können Kaufentscheidungen zuverlässiger getroffen werden.“ So kann etwa Kleidung virtuell anprobiert, Möbel können ins Wohnzimmer projiziert werden. Außerdem können Händler die Ursachen für Retouren mit KI genau analysieren. Dadurch werde nach Einschätzung des Bitkom die Wahrscheinlichkeit einer Retoure reduziert. Der Großteil der Online-Einzelhändler habe diesen Nutzen der Digitalisierung bereits erkannt: Zwei Drittel sagen laut Bitkom-Umfrage, dass digitale Technologien helfen können, die Anzahl an Retouren zu senken.

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