Telekom forciert Ausbau der 5G- und Glasfaser-Netze

Telekom-Vorstandsmitglieder Claudia Nemat und Srini Gopalan auf dem Telekom Netzetag 2021
Telekom-Vorstandsmitglieder Claudia Nemat und Srini Gopalan auf dem Telekom Netzetag 2021, Foto: Telekom

Mit 1,2 Millionen FTTH-Anschlüssen (Fiber to the home) in diesem Jahr hat die Telekom ihre Ausbau-Leistung gegenüber 2020 verdoppelt. Im kommenden Jahr soll die Schlagzahl weiter erhöht werden. Zwei Millionen neue FTTH-Anschlüsse sind 2022 das Ziel. Auch beim Ausbau des Mobilfunknetzes erreicht die Telekom nach eigenen Angaben ein Rekordtempo: Mit 5G funken mittlerweile über 63.000 Antennen. 90 Prozent der Bevölkerung können die neuste Mobilfunk-Generation bereits nutzen. Bis Ende 2025 soll 5G auch 90 Prozent der Landkarte abdecken. Außerdem hat die Telekom mehr als 3.500 5G-Antennen im 3,6-Gigahertz-Band technisch für 5G Standalone aufgerüstet. So wird das Telekom-Netz für künftige innovative 5G-Anwendungen vorbereitet.

„Digitales Triebwerk Deutschlands“

Srini Gopalan - Telekom
Srini Gopalan, Foto: Telekom

„Die Telekom ist das digitale Triebwerk Deutschlands. Dafür bauen wir sieben Tage die Woche und 24 Stunden am Tag unser Netz. In der Stadt wie auf dem Land. Wir beschleunigen unseren Ausbau massiv. Im kommenden Jahr legen wir nochmal eine Schippe drauf und werden rund sechs Milliarden Euro in Deutschland investieren. Bis 2030 soll jeder Haushalt und jedes Unternehmen in Deutschland einen Glasfaser-Anschluss bekommen. Einen Großteil davon werden wir bauen. Aber auch unsere Wettbewerber sind gefragt“, sagt Srini Gopalan, Vorstand Telekom Deutschland.

„Unser vorausschauendes Technologieverständnis und die darauf basierende Ausbaustrategie haben dafür gesorgt, dass Deutschland schon heute massiv von 5G profitiert. Und das in kürzester Zeit“, kommentiert Claudia Nemat, Vorstand für Technologie und Innovation, den Mobilfunkausbau. „Den Ausbau-Marathon laufen wir im Sprint-Tempo. Noch nie wurde eine neue Generation im Mobilfunk so schnell ausgebaut. Gleichzeitig sind wir uns der Verantwortung für den Klimaschutz bewusst. Netze und Antennen verbrauchen Energie. Aber sie helfen auch, Emissionen zu reduzieren. Zum Beispiel wenn virtuelle Besprechungen Reisen ersetzen. Nur mit digitalen Technologien gelingt es uns perspektivisch, CO2-Emissionen im nötigen Maß zu reduzieren. Deshalb arbeiten wir auf breiter Basis daran, die Energie-Effizienz unserer Netze signifikant zu verbessern.“

Glasfaser zu Land und in der Stadt

Bis 2024 will die Telekom insgesamt zehn Millionen Haushalte mit Glasfaser anbinden. Danach sollen pro Jahr durchschnittlich 2,5 Millionen FTTH-Anschlüsse hinzukommen. Allein in diesem Jahr verlegte die Telekom nach eigenen Angaben bundesweit mehr als 70.000 Kilometer Glasfaser. Insgesamt umfasst das Glasfaser-Netz der Telekom mehr als 650.000 Kilometer. Der Netzausbau folgt dem Open-Access-Prinzip. Die entstehenden Netze sind offen für die Nutzung durch die Wettbewerber der Telekom.

So kommt Glasfaser ins Gebäude
Foto: Telekom

„Glasfaser ist schnell, stabil und zukunftssicher. Wir bauen ein Highspeed-Netz, das allen Menschen in Deutschland digitale Teilhabe sichert. Im Ausbau legen wir wie angekündigt einen Schwerpunkt auf den ländlichen Raum. Bis 2030 wollen wir in Kommunen mit weniger als 20.000 Einwohnern acht Millionen Glasfaser-Anschlüsse bauen. Zusätzlich wird unser Joint Venture GlasfaserPlus vier Millionen Haushalten auf dem Land einen Glasfaser-Anschluss ermöglichen“, erklärt Srini Gopalan.

5G für ganz Deutschland

Beim 5G-Ausbau sieht sich die Telekom auf der Zielgeraden. In Deutschland können mittlerweile 90 Prozent der Menschen mit 5G surfen. Von den insgesamt 63.000 5G-Antennen kamen dieses Jahr 6.000 neu hinzu. Auf dem schnellen 3,6-Gigahertz-Band ist 5G jetzt in mehr als 140 Städten verfügbar. Über 3.500 Antennen an fast 1.200 Standorten bringen Highspeed-5G zu immer mehr Menschen.

Technisch ist das 5G Netz der Telekom einsatzfähig für 5G Standalone. Alle Standorte, die auf dem 3,6 Gigahertz-Band funken, unterstützen ab sofort diese Technologie. Sie sind parallel sowohl an das bereits bestehende Kernnetz, sowie auch an das neue 5G Standalone Kernnetz angebunden. Im kommenden Jahr will die Telekom 5G Standalone auf weiteren Frequenzbändern ausrollen. In dieser Zeit wird auch die Technologie weiterentwickelt und optimiert. Sobald erlebbare Anwendungen für Kunden da sind, startet die kommerzielle Nutzung. 5G Standalone kommt ohne LTE-Technik im Kernnetz aus. Diese Technologie bildet die nächste Stufe von 5G. Sie ermöglicht eine minimale Reaktionszeit von unter 10 Millisekunden und sogenanntes Network Slicing. Dabei wird das Netz in virtuelle Scheiben geteilt. Diese können für individuelle Anforderungen konfiguriert werden, zum Beispiel für Gaming oder Videostreams.

Ausbaujahr 2021 der Telekom
Ausbaujahr 2021, Foto: Telekom

Surfen im „grünen Netz“ der Telekom

Bis 2025 will das Unternehmen bei den eigenen, direkten und indirekten Emissionen die CO2-Neutralität erreichen. Ein wichtiger Hebel dafür ist die Energieeffizienz: das Verhältnis von Datenvolumen im Netz und dafür notwendigem Strom. Mit verschiedenen Maßnahmen will die Telekom ihre Energieeffizienz bis 2024 verdoppeln. Dazu gehörte die Abschaltung von 3G. Ebenso sollen die Telekom-Kupferleitungen durch Glasfaser ersetzt werden. Mit Künstlicher Intelligenz und Algorithmen will die Telekom zudem ihre Antennen besser auslasten. Bereits 2020 machte erneuerbare Energie laut Telekom den gesamten Stromverbrauch des Unternehmens in Deutschland aus. Das führte zu CO2-Einsparungen von rund 330.000 Tonnen gegenüber dem Vorjahr. Klimaneutralität entlang der gesamten Lieferkette bis zum Kunden soll bis 2040 erreicht sein.

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