Wearables mit Gesundheitsfunktionen liegen im Trend

Gesundheitsfunktionen von Wearables - gfu-Grafik
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Wearables erfreuen sich seit ihrer Markteinführung vor rund zehn Jahren einer stetig wachsenden Beliebtheit. Zweistellige Wachstumsraten bei Umsatz und Absatz belegen dies Jahr für Jahr. Im deutschen Markt wurden 2021 insgesamt knapp 7,4 Millionen Wearables verkauft, ein Stückzahl-Wachstum von knapp 9 Prozent. Das Umsatzvolumen zeigte eine Steigerung um knapp 20 Prozent und übertraf so mit mehr als 1,3 Milliarden Euro erstmals die Milliardengrenze. Im Durchschnitt wurden 2021 mehr als 180 Euro für ein Gerät ausgegeben, ein Plus von knapp 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im ersten Quartal 2022 zeigte sich weiteres Wachstum, zwei Prozent bei der verkauften Stückzahl sowie 18 Prozent beim Umsatz.

Dr. Sara Warneke
Dr. Sara Warneke, Foto: gfu

„Die smarten Wearables helfen den Konsument:innen ihre Gesundheit selbst in die Hand – oder eben ans Handgelenk – zu nehmen. So bietet diese Produktkategorie einen echten Mehrwert, der zu kontinuierlichem Wachstum in den letzten zehn Jahren geführt hat. Dieses Wachstum wird sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen, denn der Nutzwert und die Vielseitigkeit der Wearables entwickelt sich ständig weiter“, kommentiert Dr. Sara Warneke, Geschäftsführerin der gfu Consumer & Home Electronics GmbH.

Aktuell stehen beim Kauf von Wearables besonders die Funktionen zur Gesundheitsüberwachung im Fokus:

  • die Herzfrequenz messen,
  • ein EKG (Elektrokardiogramm) erstellen,
  • den Blutsauerstoffgehalt bestimmen
  • oder die Schlafqualität erfassen.

Bestimmung des Blutsauerstoffgehalts

Besonders beliebt ist die Funktion zur Bestimmung des Blutsauerstoffgehalts: Die Stückzahlen haben sich bei Wearables, die diese Funktion unterstützen, im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt (+99 Prozent). Im ersten Quartal 2022 liegt die Steigerung bei 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Ein wichtiger Grund für diesen Boom dürfte die Verbreitung des Corona-Virus sein, denn bei einem Angriff des Covid-19-Virus auf die Lunge sinkt die Fähigkeit des Organs, genügend Sauerstoff ins Blut zu leiten. Pulsoximeter und Smartwatches mit Messfunktion für den Blutsauerstoffgehalt können frühzeitig auf bedrohliche Situationen hinweisen. Bei den Umsätzen fielen die Steigerungen entsprechender Wearables sogar noch deutlicher aus: plus 131 Prozent im Jahr 2021 und plus 55 Prozent in Q1/2022.

EKG, Schlafqualität und Herzfrequenz überwachen

An zweiter Steller folgt die EKG-Funktion, hier betrug das Stückzahlwachstum 89 Prozent im Jahr 2021 und 58 Prozent im ersten Quartal 2022. Beim Umsatz legten Geräte mit dieser Messfunktion um 64 Prozent in 2021 und um 55 Prozent in den ersten drei Monaten 2022 zu. Das Feature zur Überwachung der eigenen Schlafqualität konnte ein Stückzahlplus von 21 Prozent im letzten Jahr generieren, im ersten Quartal 2022 lag es bei sechs Prozent. Deutlich höher war die Zuwachsrate hier beim Umsatz mit 58 Prozent im Jahr 2021 und 24 Prozent im ersten Quartal 2022.

10 Prozent Stückzahlwachstum in 2021 und drei Prozent in ersten drei Monaten von 2022 zeigte die Funktion zur Messung der Herzfrequenz. Dies führte zu 22 Prozent mehr Umsatz in 2021 und 19 Prozent mehr Umsatz im ersten Quartal 2022.

Das Produktsegment der Core Wearables umfasst Smartwatches (ohne SIM), Smarte Brillen (ohne SIM), Health- und Fitness-Tracker, Wrist Sport Computer, Connected Watches und Ortungsgeräte.

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