40 Jahre expert Technik: Fachhandel und elektrotechnische Kompetenz verknüpfen

40 Jahre expert Technik
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Zur expert-Verbundgruppe gehören neben Fachhändlern im Einzelhandel auch die expert Technik SE & Co. KG (eT). Sie ist die Kooperation großer mittelständischer Elektroinstallationsunternehmen. Dr. Stefan Müller (Vorstandsvorsitzender der expert SE), Gerald Brietzke (Abteilungsleiter expert Technik), und Josef Ludwig Kappenberger (Geschäftsführer der Firma K&B E-Tech und Gründungsmitglied bei der expert Technik) berichten, was das Besondere an der expert Technik ist und wie es zu der Gründung vor gut 40 Jahren kam.

Herr Brietzke, erklären Sie uns bitte, was genau die expert Technik (eT) ausmacht.

Gerald Brietzke - Abteilungsleiter expert Technik
Gerald Brietzke, Abteilungsleiter expert Technik, Foto: expert

Die eT ist ein Netzwerk, aktuell bestehend aus 42 Gesellschaftern aus dem Elektrohandwerk mit über 80 Standorten in ganz Deutschland. Die Gesellschafterbetriebe beschäftigen zur Zeit insgesamt über 7.000 Mitarbeiter:innen und erwirtschaften einen Umsatz von über 1 Mrd. Euro – damit sind wir auf dem deutschen Markt eine beachtliche Verbundgruppe und genießen in der Branche ein hohes Ansehen. Seit jeher agiert die Kooperation nach dem neuesten Stand der Technik und ist stets informiert hinsichtlich aktueller Trends, Innovationen und neuen Standards im Bereich Nachhaltigkeit. Ziel der Verbundgruppe ist es, Gesellschaftern einen möglichst optimalen Warenbeschaffungs- und Konditionsvorteil zu verschaffen. Damit bieten wir mittelständischen Elektrohandwerksunternehmen die Möglichkeit, ihren Einkauf und Marktauftritt zu optimieren und dabei trotzdem autonom zu bleiben.

Dr. Müller, die expert SE ist ein vielschichtiges Unternehmen. Welche Mehrwerte bietet die Kooperation aus Ihrer Sicht für die Gesellschafter?

expert-Vorstandsvorsitzender Dr Stefan Müller
expert-Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Müller, Foto: expert

Die expert SE steht seit ihrer Gründung vor 60 Jahren für beste Partnerschaft, Verbindlichkeit und Leistungsfähigkeit – und das sowohl im Bereich der Fachhandelskooperation als auch im Elektrohandwerk. Das 60. Jubiläum der expert SE und das 40-jährige Bestehen der eT veranschaulichen, wie erfolgreich expert es schafft, die Synergieeffekte von Fachhandel und elektrotechnischer Kompetenz zu verknüpfen und durch die Nähe zum Markt weiterzuentwickeln. Wir können es all unseren eT-Gesellschaftern, die selbstständige Unternehmer:innen sind, ermöglichen, durch die Stärke einer Verbundgruppe gegenüber Großunternehmen zu bestehen. So haben wir mit ausgewählten Vertragslieferanten spezielle Konditionen ausgehandelt, die wir den angeschlossenen Gesellschafterbetrieben anbieten. Gleichzeitig stellen wir von der expert-Zentrale auf die Branche zugeschnittene und vielseitige Dienstleistungen zur Verfügung, die unsere Gesellschafter in Anspruch nehmen können. Diese reichen von Versicherung über IT-Strukturen bis hin zu Schulungen und Marketing.

Herr Kappenberger, Ihr Unternehmen ist Gründungsmitglied der expert Technik und somit seit bereits 40 Jahren Teil der Kooperation. Was hat Ihren Vater damals dazu veranlasst, sich der Gruppe anzuschließen?

Josef Kappenberger - Geschäftsführer der Firma K&B E-Tech und Gründungsmitglied bei expert Technik
Josef Kappenberger, Geschäftsführer der Firma K&B E-Tech und Gründungsmitglied bei expert Technik, Foto: expert

Vor 40 Jahren hat der Bereich Elektrohandwerk einen großen Aufschwung erlebt, es schwemmten immer mehr Wettbewerber auf den Markt, die durch ihre Unternehmensgrößen zunehmend eine ernst zu nehmende Konkurrenz wurden. Meinem Vater war klar, dass wir uns nur gemeinsam als Zusammenschluss mehrerer Betriebe im Markt positionieren konnten. Durch die Bündelung der Kräfte im Einkauf und der Kompetenzen eines jeden Unternehmens, haben wir noch heute große Vorteile durch den Zusammenschluss als Verbundgruppe.

Wovon lebt die expert Technik heute, was ist das Besondere?

Josef Ludwig Kappenberger: Heute ist jeder Gesellschafterbetrieb für sich gut aufgestellt, wir erleben einen wahnsinnigen Bedarf an Fachkräften aus dem Elektrohandwerk und es wird viel gebaut. Aber wir finden einen sehr großen Mehrwert in der Gruppe, indem wir von einer Dynamik profitieren, die es uns ermöglicht, Projekte umzusetzen oder Themen zu besetzen, die für jeden Einzelnen nicht umsetzbar oder mit einem großen (finanziellen) Aufwand verbunden wären. Gute Beispiele sind gemeinsame Azubi-Projekte, mit denen wir bundesweit Aufsehen erregt und die Gesellschafter bei der Akquise vor Ort maßgeblich unterstützt haben. Gleichzeitig leben wir stark den Netzwerkgedanken: Wir unterstützen uns gegenseitig bei Wartungs- und Service-Arbeiten oder schließen uns bei der Planung und Realisierung von Großprojekten zusammen. Es ist gut, sich auf eine so starke, partnerschaftliche Gemeinschaft verlassen zu können.

Wie hat sich die Kooperation in den letzten vier Jahrzehnten entwickelt, was ist für die Zukunft geplant?

Gerald Brietzke: Die Entwicklung innerhalb der eT ist enorm: Seit der Gründung hat sich das Netzwerk bis heute vervielfacht, die Anzahl partnerschaftlicher Lieferant:innen beträgt mittlerweile über 100. Zudem haben wir unser Angebots-Portfolio in Bezug auf Dienstleistungen für die Gesellschafter in den Bereichen neuer Medien, Digitalisierung und Nachwuchsförderung erfolgreich weiterentwickelt.

Dr. Stefan Müller: Wir stehen heute – sowohl im Fachhandel als auch im Elektrohandwerk – vor der großen Herausforderung Fachkräftemangel. Das gab es in unseren Gründungsjahren in diesem Ausmaß nicht und wird uns zukünftig noch mehr beschäftigen, als es heute bereits der Fall ist. Da ist der Vorteil, in unserer Verbundgruppe aufzutreten, enorm. Schließlich können wir so alle an einem Strang ziehen und durch die Gruppe von den Erfahrungswerten, der Regionalität und Einkaufsvorteilen profitieren. Zudem werden wir auch in Zukunft die aktuellen Themen Klimaschutz, E-Mobilität und erneuerbare Energien beobachten, mitgestalten und innovative Wege gehen – so, wie wir es bereits seit 40 Jahren mit der eT erfolgreich getan haben.

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