40 Jahre Nedis: vom Familienbetrieb zum international agierenden Großhändler

Friedrich Conzen, CEO der Nedis Group
Friedrich Conzen, CEO der Nedis Group, Foto: Nedis

Bei der Gründung vor 40 Jahren war nicht absehbar, dass es Nedis einmal in die Top 10 der Tech-Unternehmen in den Niederlanden schaffen wird. Denn die beiden Nedis-Gründer Jan Bouma und Ehefrau Lia hatten ihr ursprüngliches Business Anfang der 1980er Jahre eigentlich lokal ausgelegt: Sie waren Inhaber eines Elektronik-Fachgeschäfts in Amsterdam, ihr Geschäftspartner und Lieferant Jacob Gilad und Ehefrau Jukie waren im Außenhandel als Einkäufer tätig.

Gegründet wurde Nedis am 4. Oktober 1982. Schon der Name, als Akronym zusammengesetzt aus Ned- und -is, sagt viel über das Selbstverständnis der beiden Gründer aus – dem „Ned“erländer Bouma und dem ursprünglich aus „Is“rael eingewanderten Gilad. Auch bei der Wahl des ersten Firmensitzes in Beesd treffen sich beide auf halber Strecke zwischen ihren Wohnsitzen in Nordholland und Nordbrabant – eine Entscheidung mit Symbolkraft, die typisch ist für den Kompromiss in der Mitte, dem sich beide auch unternehmerisch stets verpflichtet fühlten.

Wachstum vom Start weg

Das neu gegründete Gemeinschaftsunternehmen entwickelt sich vom Start weg dynamisch. Im ersten Jahr wird ein Büro in Belgien eröffnet. Es folgen Vertriebsstätten und Lager in Ungarn, Frankreich und Italien. Mit der Übernahme von Orbitus gelingt der Einstieg in den skandinavischen Markt. In Deutschland folgt 1995 die Übernahme von König Electronics. Heute ist Nedis an zwölf Standorten in Europa aktiv, unter anderem in den Benelux-Ländern, in Skandinavien, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Österreich und natürlich Deutschland.

Logistikzentrum in Den Bosch

Nedis Logistik in Den Bosch
Logistik in Den Bosch, Foto: Nedis

Mit der Expansion wird der ursprüngliche Firmensitz in Beesd schon bald zu klein und nach Hedel verlegt. Es sollte nicht der letzte Umzug für das expandierende Unternehmen sein. Zum Start ins neue Millennium wird in Den Bosch ein neues Headquarter bezogen, wo sich heute das Lager auf einer Fläche von 22.300 Quadratmetern erstreckt. Mit dem Umzug einher geht der Aufbau eines modernen Change Data Capture, das es ermöglicht, täglich bis zu 30.000 Order zu erfassen und logistisch zu verarbeiten. Ein Warenwirtschaftssystem, das bis heute für viele Händler einen wichtigen Wettbewerbsvorteil darstellt, weil es den direkten Import von Produktinformationen in die einzelnen Shop-Systeme ermöglicht.

Rebranding der Dachmarke

Nedis-Headquarter in Den Bosch
Headquarter in Den Bosch, Foto: Nedis

Zum wegweisenden Schritt wird auch die Umstellung auf die Dachmarke Nedis. Nachdem bis 2018 Produkte unter verschiedenen Eigenmarken wie HQ, König, Sweex, Camlink, Bandridge und Profigold vertrieben worden waren, wird zur IFA 2018 das vollständige Rebranding unter dem Label Nedis präsentiert. Mit der zwei Jahre später erfolgten Integration in die Aurelius Gruppe eröffnen sich neue Perspektiven und Spielräume in der Marktbearbeitung.

Friedrich Conzen, seit 2020 CEO der Nedis Group, kommentiert: „Wir setzen definitiv alles daran, unsere Wettbewerbsposition vor allem auch im deutschsprachigen Markt weiter
auszubauen. Ein besonderer Fokus liegt neben dem Kernmarkt Benelux auch auf  Skandinavien. Unsere Standards beim Sourcing, gepaart mit smarten Bestell- und Logistik-Lösungen, die einfach und bequem sind, überzeugen schon jetzt unsere Kunden, sind aber auch etwas, woran wir kontinuierlich arbeiten.“ Wachstumsperspektiven sieht Friedrich Conzen unter anderem im Bereich der Smart-Home-Lösungen, für die mit Nedis SmartLife ein breites Sortiment entwickelt worden ist. Auch das Thema Home Office entwickle sich weiterhin dynamisch.

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