GfK-Report: Was tun in Zeiten von Inflation und sinkender Nachfrage?

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Foto: Pixabay / GfK

Der Markt für technische Konsumgüter befindet sich nach einem Rekordhoch während der Pandemie nun auf einem Abwärtstrend. Im neu erschienenen Report „The State of Consumer Technology & Durables“ analysiert GfK den globalen Markt und gibt Handlungsempfehlungen für Händler und Hersteller, um die Herausforderungen der aktuellen Krisen sowohl kurz- als auch langfristig abfedern zu können.

Der Markt für technische Konsumgüter hat in diesem Jahr mit vielen Herausforderungen zu kämpfen. Einerseits führen die anhaltenden Lieferkettenschwierigkeiten zu erhöhten Kosten und eingeschränkter Produktverfügbarkeit. Andererseits steigen die Lebenskosten der Konsumenten durch die aktuelle volkswirtschaftliche Lage. Die Folgen für den deutschen Markt: ein nur noch leichtes Umsatzwachstum von unter 2 Prozent auf 35,5 Milliarden Euro in der ersten Jahreshälfte 2022 und eine deutliche Abschwächung der Nachfrage.

Wie Unternehmen Marktanteile halten können

Trotzdem sollten Händler und Hersteller nun keinesfalls ihre Investitionen pausieren, rät die GfK. Vielmehr zeigen vergangene Krisen, dass Unternehmen, die weiterhin innovativ sind, mit größerer Wahrscheinlichkeit ihren Marktanteil halten und sich schneller von der Krise erholen, als Unternehmen, die ihre Aktivitäten einstellten. Daher gilt es, die Strategien schnell an die Veränderungen anpassen:

Erkundung unerschlossener Märkte: Nicht alle Regionen sind gleich stark von Inflation, Lieferkettenproblemen oder sinkender Konsumstimmung betroffen. Insbesondere viele Entwicklungsländer bilden hier eine Ausnahme und weisen noch eine geringe Marktdurchdringung auf. So ist der Absatz von Distributoren in Westeuropa im Vergleich zu 2021 beispielsweise lediglich um 4 Prozent gestiegen, während er in aufstrebenden lateinamerikanischen Ländern wie Argentinien um 34 Prozent zugelegt hat. Daher könnte eine Neuausrichtung auf diese Märkte neue Wachstumschancen eröffnen.

Optimierung der Lieferketten: Händler und Hersteller sollten ihre Liefermodelle ebenso wie die Abhängigkeit von einzelnen Produktionsmärkten neu bewerten. So können sie ihre Produktions- und Vertriebskanäle diversifizieren, um das Risiko zu streuen, oder auch Instrumente zur Optimierung des Bestandsmanagements einsetzen. Indirekte Vertriebsmodelle, beispielsweise über Distributoren, gewannen während der Pandemie an Zuspruch – mit nachhaltigem Effekt. So nahm der Umsatz deutscher Distributoren 2020 im Vergleich zum Jahr 2019 um rund 8 Prozent zu. Und auch 2022 liegt der Umsatz von Januar bis August noch 9 Prozent über den Werten vor der Pandemie.

Guten Produktmix anbieten: Die Konsumstimmung ist auf einem Tiefstand. Dennoch gibt es bei technischen Konsumgütern noch Bereiche mit Wachstumschancen. So ist beispielsweise der Umsatz bei smarten Thermostaten zum Energiesparen in Deutschland im ersten Halbjahr 2022 um 89 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2019 gestiegen. Auch smarte LED-Lampen haben im gleichen Zeitraum um 40 Prozent Umsatz zugelegt. Händler und Hersteller sollten daher ihr Portfolio auf Produkte konzentrieren, die einen Mehrwert bieten oder einen finanziellen Ausgleich für die Konsumenten schaffen.

Verändertes Verbraucherverhalten

Krisen wie die Pandemie oder die derzeitige Inflation verursachen stets Verschiebungen beim Verbraucherverhalten, die direkt beeinflussen, was, wo und wie gekauft wird. Angesichts dieser Volatilität werden aktuelle Markt- und Konsumentendaten für Unternehmen unerlässlich, um ihre Zielgruppen weiterhin zu verstehen. „Nicht nur als Folge der Pandemie müssen sie ihre Zielgruppensegmentierung anpassen, sondern auch die steigenden Lebenshaltungskosten werden zu weiteren Veränderungen bei den Konsumenten führen“, ist sich GfK sicher.

Weitere Informationen über die Marktsituation technischer Konsumgüter sowie Handlungsempfehlungen für Händler und Hersteller finden Sie im aktuellen „The State of Consumer Technology & Durables Report“ von GfK.

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