GfK zur Cyber Week: Höhere Rabatte zu erwarten

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Die diesjährige Promotion-Saison zwischen Black Week und Weihnachten findet erneut unter schwierigen Bedingungen statt. Dennoch erwarten Experten von GfK auf Basis aktueller Daten eine hohe Nachfrage nach Consumer Electronics, IT-Produkten und Elektrokleingeräten – insbesondere wegen der hohen erwarteten Rabatte.

Alexander Dehmel GfK
Alexander Dehmel, Foto: GfK

„Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden Händler die Black Week dieses Jahr nutzen, um durch besonders hohe Rabatte Schwung in die Produktgruppen zu bringen, die in den vergangenen Monaten nur wenig nachgefragt wurden”, erklärt Alexander Dehmel, Experte für technische Konsumgüter bei GfK. „Das gilt für alle Geräte, insbesondere aber für Produkte im Einstiegs- und mittleren Preisbereich. Auch im Premiumbereich erwarten wir viele Aktionen, auch wenn sich dieser Bereich im Jahr 2022 einer stabileren Nachfrage erfreute.“

Händler nutzen derzeit jede Gelegenheit, ihre Produkte zu bewerben, egal ob zum Singles Day, zur Cyber Week oder Fußball-WM. November ist in Deutschland mittlerweile der wichtigste Shopping-Monat für technische Konsumgüter. Laut GfK wurden über 11 Prozent des Jahresumsatzes 2021 im November generiert, 21 Prozent des Jahresumsatzes im November und Dezember 2021 zusammen. Aufgrund des schwachen Ergebnisses der ersten neun Monate wird dieser Anteil im Jahr 2022 weiter wachsen.

Umsatzsteigerung im Vergleich zur Durchschnittswoche

Für TV-Geräte und Laptops erwarten die Experten von GfK die größten Umsatzsteigerungen im Vergleich zu einer durchschnittlichen Woche. Da Fernseher mit dem Abflauen der Pandemie im bisherigen Jahr 2022 weniger stark nachgefragt wurden (-14 Prozent Umsatz), verfügen Händler aktuell über hohe Lagerbestände. Auch mit Blick auf die anstehende Fußball-WM ist daher mit hohen Rabatten für Fernsehgeräte sogar bei höherpreisigen Produkten zu rechnen. Viele Aktionen laufen bereits und es ist zu erwarten, dass sich diese bis zum Jahresende fortsetzen werden. Bei Laptops ist die Nachfrage ebenfalls rückläufig, im Vergleich zum Pandemiejahr 2021 verzeichnet der Bereich ein Minus von 9 Prozent. Der Rückgang betrifft den Einstiegs- und Premiumbereich. Diese Tendenz ist auch in weiteren wichtigen IT-Kategorien zu beobachten.

Kluft zwischen Premium- und Preiseinstiegsprodukten

„Inflation und geringere Haushaltsbudgets vergrößern in diesem Jahr die Kluft zwischen Premium- und Standardprodukten“, erläutert Alexander Dehmel. „Während krisenresistente Personen weiterhin im Premium-Segment kaufen, weichen Haushalte mit geringerem Budget auf Preiseinstiegsprodukte aus und setzen vermehrt auf Rabattaktionen.“ Hier könnten Händler wie Hersteller mit einem Konzept reagieren, das die Gesamtlebenszykluskosten minimiert. Dafür müssen Modelle besonders langlebig, gut reparierbar oder aufrüstbar sein. Trotz der meist höheren Anschaffungskosten lohnt sich laut GfK die Investition durch die längere Lebensdauer und leistet zudem einen Beitrag zur Nachhaltigkeit.

„Aufgrund sinkender Nachfrage, hohen Lagerbeständen und großem Preisdruck ist es für Einzelhändler dieses Jahr schwieriger denn je, die richtige Balance zwischen Promotion und nachhaltiger Preisgestaltung zu finden. Erfolgsversprechend ist es, auf besonders innovative Produkte zu setzen, um sich vom Wettbewerb zu differenzieren“, fasst Alexander Dehmel zusammen.

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