Warnsystem mit DAB+ noch wirksamer

DAB+ Logo und klassisches Radio. Foto: WorldDAB/pixabay
Foto: WorldDAB/pixabay

Am 8. Dezember ist bundesweiter Warntag. Ziel ist es, die Bevölkerung für Warnmeldungen in Krisensituationen zu sensibilisieren. Am gemeinsamen Aktionstag von Bund, Ländern und Gemeinden sollen um 11 Uhr die verfügbaren Warnmittel des „Modularen Warnsystems“ (MoWaS) eingesetzt werden. Dazu gehören öffentlich-rechtliche und private Radiosender, aber auch SMS und Apps.

Seit 2020 ist auch DAB+ ein Teil des MoWaS. DAB+ Sendeanlagen haben eine hohe Betriebssicherheit und hatten sich aufgrund ihrer meist höher gelegenen Senderstandorte (z.B. anlässlich der Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz) robuster als Mobilfunk-Netze erwiesen.

Die Mitglieder des Digitalradio Deutschland e.V. unterstützen den Warntag. Deutschlandfunk, ARD-Hörfunk, überregionale Privatsender sowie die Bayerische Landeszentrale für neue Medien und deren beteiligten bayerischen Privatradios begleiten den Warntag redaktionell.

Weiterentwicklung des Alarmsystems

Die Mitglieder von Digitalradio Deutschland haben sich dafür ausgesprochen, das international normierte DAB+ System um einen zusätzlichen, barrierefreien Warndienst zu erweitern. Die Grundfunktion soll ab 2023 eine Weiterentwicklung der klassischen Warndurchsage umfassen. Zusätzlich zur Ton-Signalisierung und Sprachdurchsage wird das Warnsystem dazu ertüchtigt, Empfänger aus dem Standby-Modus zu aktivieren. Dies ist beispielsweise bei Radioweckern von Vorteil. In späteren Gerätegenerationen ab 2024 sollen die Barrierefreiheit sowie fremdsprachliche und erweiterte Textinformationen im Fokus stehen.

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