Home Business Handel Handelsunternehmen verbrauchen weniger Energie

EHI-Studie

Handelsunternehmen verbrauchen weniger Energie

Stromverbrauch im Handel nach Verbrauchsträgern / EHI-Grafik
(Bild: EHI Retail Institute)
Entwicklung beim Stromverbrauch im Handel - Grafik des EHI Retail Institute

(Bild: EHI Retail Institute)

„Um den Ausstieg aus fossiler Energieerzeugung schneller zu realisieren, muss sich die Branche auf den Weg zu einem klimaneutralen Handelsstandort machen. Dafür sind Investitionen in Photovoltaik-Anlagen, klimafreundliche Mobilitätskonzepte und nachhaltige Quartiersansätze von großer Bedeutung“, erklärt Studienautor Benjamin Chini.

Einsparpotenziale bei Treibhausgasen

In einem vollständig nachhaltigen Energiesystem ist ein Mehrverbrauch nicht mehr klimaschädlich. Im Gegenteil: Wenn viel Strom aus Wind und Sonne zur Verfügung steht, ist es wünschenswert, möglichst viel Verbrauch in dieses Zeitfenster zu verschieben. Dies legt die EHI-Studie nahe. Zur Erreichung der Klimaziele steht daher langfristig nicht die Energieeffizienz, sondern die Senkung der Treibhausgasemissionen im Vordergrund. Hier sehen die befragten Unternehmen Einsparpotenziale in verschiedenen Maßnahmenbereichen - die größten in den Bereichen Logistik, Gebäudetechnik und Gebäudeenergieversorgung, aber auch beim Materialverbrauch und den Verkaufssortimenten. Weniger im Fokus stehen für die Befragten derzeit Einsparungen bei der Kundenmobilität.

Stromverbrauch im Nonfood-Handel

Insgesamt ist laut EHI-Studie sowohl im Food- als auch im Nonfood-Sektor eine erneute Senkung des durchschnittlichen Stromverbrauchs zu beobachten. Im Erhebungsjahr 2023, das sich auf das Verbrauchsjahr 2022 bezieht, hat der Food-Bereich 306 kWh pro Quadratmeter Verkaufsfläche an Strom verbraucht (2021 waren es 308 kWh). Im Nonfood-Bereich liegt der Stromverbrauch bei 89 kWh pro Quadratmeter Verkaufsfläche (im Vergleich zu 91 kWh im Jahr 2020). Dabei handelt es sich um den Durchschnittsverbrauch über alle Food- bzw. Nonfood-Filialen hinweg.

Im Food-Bereich verbraucht die Kühlung der Waren mit 49 Prozent den meisten Strom. 21 Prozent entfallen auf Beleuchtung, 13 Prozent auf Klimatisierung und Lüftung. Unter „Sonstiges“ sind unter anderem Türen, Kassensysteme, Waagen und Fahrtreppen zusammengefasst, die zusammen 17 Prozent ausmachen. Im Nonfood-Bereich macht die Beleuchtung den größten Anteil aus (58 %). Dahinter folgen die Klimatisierung und Lüftung (29 %) und der sonstige Stromverbrauch (13 %).

Newsletter
für Consumer Electronics
& Home Appliances

Das Neueste von
ce-markt.de direkt in Ihren Posteingang!