Telering Jahreshauptveranstaltung fand virtuell statt

Franz Schnur, Telering
Foto: Telering
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Es war ein Novum für alle Beteiligten: Die diesjährige Gesellschafterversammlung der Telering fand zwar wie geplant am 8. Mai statt – aber wegen Corona nur virtuell im telering-Extranet.

Im Geschäftsbericht für 2018/2019 informierte Telering-Geschäftsführer Franz Schnur über den Verlauf der letzten beiden Geschäftsjahre. Abgestimmt wurde dann bis 22 Uhr per Mausklick, wobei die Stimmabgaben mit Zeitstempel dokumentiert und archiviert wurden, sodass sie Datenschutz-konform nachvollziehbar und gültig sind. Genehmigt wurde der Jahresabschluss und die Mitglieder des Aufsichtsrates gewählt. Gerhard Hager aus Naila in Oberfranken, Frank Suhr aus Moers-Kapellen und Martin Witte aus Koblenz wurden als Vertreter der IQ-Fachhändler wiedergewählt.

Gerhard Hager
Gerhard Hager, Foto: Telering
Frank Suhr
Frank Suhr, Foto: Telering
Martin Witte
Martin Witte, Foto: Telering

Wahl des Telering-Aufsichtsrats

Bei den Großhandelsvertretern gab es einen Wechsel. Peter Rundt von Sonepar Deutschland und Frank Schoberer von Alexander Bürkle verabschiedeten sich aus dem Telering-Aufsichtsrat. Weiterhin dabei ist Robert Drosdek von Brömmelhaupt, der nun von Ulf Haderthauer (Sonepar) und Frank Schweizer (Alexander Bürkle) unterstützt wird.

Robert Drosdek
Robert Drosdek, Foto: Telering
Ulf Haderthauer
Ulf Haderthauer, Foto: Sonepar
Frank Schweizer
Frank Schweizer, Foto: A. Bürkle

Warenbörse als Web-Event

Eines der Highlights der Telering JHV ist stets die große Warenbörse am Samstag, auf der die Fachhändler zu günstigen Konditionen einkaufen können. Dieses Jahr wurde aus der Warenbörse ein Web-Event. Seit dem 9. Mai steht der Warenbörsenkatalog für 15 Tage im telering-Extranet zur Verfügung. „Die intuitive Bedienung mit verschiedenen Selektions- und Suchfunktionen macht es den Fachhändlern leicht, die für sie relevanten Produkte zu finden und zu ordern“, betont Franz Schnur.

Relaunch der IQ-Homepage angekündigt

Mit der IQ-Strategie unterstützt Telering die Marketingaktivitäten der Mitglieder. Dazu gehören 28 verschiedene Werbemaßnahmen, sodass für jeden das Passende dabei ist. Neben den gedruckten Prospekt- und Image-Aktionen gibt es auch viele Hilfen im digitalen Bereich, wie den Homepage-Generator Markenkliq und Unterstützung bei der Einrichtung eines Google-MyBusiness-Eintrags. Für das zweite Halbjahr 2020 kündigt die Telering einen Relaunch der IQ-Homepages an. Dabei werden Design, Funktionalität, Darstellung auf allen Geräten und die Suchmaschinenoptimierung weiter vertieft. Mittlerweile haben fast alle Telering-Fachhändler eine eigene IQ-Homepage.

Die strategische Partnerschaft mit Eno Telecom habe sich gut entwickelt. „Sie eröffnet uns nicht nur den Zugriff auf die Produktwelten von Smartphones, Tablets und PCs, sondern unterstreicht auch unseren Fokus auf nachhaltiges Wirtschaften“, erläutert Franz Schnur. „So können unsere Fachhändler mit der Repair-Box ihren Kunden jetzt einen exklusiven Reparaturservice bieten und werden so zur perfekten Anlaufstelle für alle Fragen rund ums Smartphone.“

Gute Chancen für den stationären IQ-Fachhandel

telering Service
telering Service – Foto: telering

Bei allen Schwierigkeiten und Unwägbarkeiten durch die Corona-Krise sieht Franz Schnur jedoch auch Chancen. Neben der großen Solidarität der Verbraucher mit ihren Fachgeschäften vor Ort bringen auch die ab 2021 geltenden neuen EU-Vorschriften Rückenwind für den serviceorientierten Fachhandel. „Es werden erstmals Anforderungen an die Reparierbarkeit und Recyclingfähigkeit von Geräten gestellt“, freut sich Franz Schnur und verweist auf die sogenannte Ökodesign-Richtlinie. „Das bedeutet, dass Service zum Verkaufsmodell der Zukunft werden kann.“

Service ist auch im Smart-Home-Segment sehr wichtig. „Inzwischen haben 31 Prozent der Haushalte mindestens eine Smart-Home-Anwendung installiert“, konstatiert Franz Schnur, so dass Kunden regelmäßig auf neue Möglichkeiten aufmerksam gemacht werden müssen. „Der Fachhändler wird so zum Smart-Home-Berater, der nicht mehr passiv in seinem Geschäft auf seine Kunden wartet, sondern sie zu Hause auf die fehlenden Rauchwarnmelder aufmerksam macht oder ihnen die Vorteile eines Multiroom-Audio-Systems erläutert.“

„Die vielen Vorteile der Digitalisierung zeigen sich jetzt in der Corona-Krise ganz deutlich“, so Franz Schnur weiter. Allerdings ist er überzeugt, dass die Zukunft weiterhin menschlich und das Leben analog bleiben werden: „Man kann zwischenmenschliche Kontakte nicht dauerhaft auf Video-Chats und Online-Beratung reduzieren. Die Menschen wünschen sich reale Begegnungen und die persönliche Beratung im Fachgeschäft. Sie wollen Produkte anfassen und ausprobieren, Geschichten dazu hören und Werte vermitteln bekommen. Und das können weder Siri noch Alexa, das kann nur der stationäre Fachhandel.“

Umsatzentwicklung folgt dem Gesamtmarkt

Telering Umsatzentwicklung nach Warengruppen, Foto: Telering

Im Geschäftsbericht für die Jahre 2018/19 verzeichnet die Telering gestiegene Umsätze mit Weißer Ware: für Großgeräte ein Umsatzplus von 4,7 Prozent, für Kleingeräte sogar von 7,1 Prozent. Die klassische Unterhaltungselektronik musste dagegen einen Umsatzrückgang von 5,6 Prozent hinnehmen. „Hier machten sich der wertmäßig eklatante Preisverfall bei der wichtigsten Warengruppe TV sowie die Insolvenz der Firma Loewe bemerkbar“, erläutert Franz Schnur. „Unser Kernsortiments- und Renditekonzept Abakus erwies sich jedoch erneut als Fels in der Brandung, sodass unsere Fachhändler trotz sinkender Umsätze zufriedenstellende Erträge erzielen konnten.“ Interessanterweise war der digitale Sat-Empfang mit Installation und Wartung und einem Umsatzanteil von zehn Prozent ein wichtiges Standbein für den IQ-Fachhandel.

Insgesamt verbuchte die Telering im Jahr 2019 ein Umsatzminus von 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, mit einem Einkaufsergebnis in Höhe von 624 Millionen Euro netto bei aktuell 2.021 Telering- und Markenprofi-Fachhändlern. Dabei kann die Kooperation den Fachhändlern auf ihre Kommanditeinlage eine Bruttoverzinsung von 7,22 Prozent für 2018 und 8,04 Prozent für 2019 auszahlen.

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