Nach dem Lockdown: Digitale Möglichkeiten für den Handel

Multichannel vernetztes Einkaufen Customer Journey
Foto: Montri Nipitvittaya Shutterstock

Der Corona-bedingte Lockdown hat zu deutlichen Umsatzeinbußen im Einzelhandel geführt, Händler sind mit einer „neuen Normalität“ konfrontiert. Denn Maskenpflicht, Hygienebedenken und Einlassbeschränkungen verderben so manchem Shopper aktuell die Lust am Einkaufen. Aber jede Krise bietet auch Chancen und Potenziale, meinen die Handelsexperten vom IFH / ECC Köln. In Zusammenarbeit mit Salesforce und basierend auf Gesprächen mit führenden deutschen Handelsvertretern haben sie zehn Thesen definiert, welche Möglichkeiten und Potenziale nach Corona entstanden sind.

10 Thesen zum Wandel im Handel

Zusammengefasst lautet die Aussage des ECC Köln und Salesforce: „Onlinekanäle und andere digitale Konzepte werden zunehmend wichtiger. Dabei gilt es für kleinere Händler, sich mit innovativen Ideen voneinander zu differenzieren und den Austausch untereinander zu suchen.“

Die zehn erarbeiteten Thesen widmen sich Themen rund um Digitalisierung und den Konsum der Zukunft. Während des Lockdowns haben sich Käufe, die normalerweise im Geschäft getätigt werden, vermehrt ins Internet verlagert. Interessant dabei: Auch nach Lockerung des Lockdowns ist diese Veränderung noch deutlicher zu beobachten. So gaben Anfang Mai ca. 35 Prozent der Konsumenten an, in der letzten Woche ihre Einkäufe, die sie normalerweise im stationären Geschäft erledigen, online getätigt zu haben – ein höherer Wert als während des Lockdowns bei weitgehend geschlossenen Geschäften im März und April 2020.

Verlagerung der Käufe während der Corona-Zeit in Richtung Online
Foto: IFH

Welche Möglichkeiten und Potenziale bietet die Krise für den deutschen Handel für die Zeit nach Corona? Hier die zehn Thesen zusammengefasst:

  1. Konsumenten der Zukunft werden mehr online kaufen als heute, vermehrt auch Fast-Moving-Consumer-Goods.
  2. Das Thema Nachhaltigkeit wird für die meisten Konsumenten auch in Zukunft relevant bleiben.
  3. Mittelpreisige Herstellermarken werden Marktanteile zugunsten von Discount und Luxus verlieren.
  4. Digitale Konzepte werden sich auch bei digitalen Nachzügler-Unternehmen dauerhaft etablieren.
  5. Big Player mit hohen Digital-Investments werden kleine Player noch stärker in die Nische drängen.
  6. Soziale Medien werden als Plattformen zukünftig im Handel einen großen Stellenwert einnehmen.
  7. Lokale Plattformen werden für den stationären Handel zukünftig an Bedeutung gewinnen.
  8. Erfolgreiche Wertschöpfungsketten der Zukunft sind häufiger lokal, nachhaltig und resilient.
  9. Als Sieger aus der Krise hervorgehen werden die Unternehmen, die eine klare Marketingstrategie haben.
  10. Für kleine, innovative Händler wird es immer Nischen geben, sich erfolgreich zu positionieren.

Das Thesenpapier von ECC Köln und Salesforce kann hier kostenfrei heruntergeladen werden.

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