GfK: Absatz von Luftreinigern stark gestiegen

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Geräte zur Luftaufbereitung sind gefragt wie nie. Nach Angaben der GfK stieg 2020 die Anzahl der in Europa verkauften Geräte um rund 44 Prozent auf fast drei Millionen an. Das entspricht einem Umsatz von 427 Millionen Euro, rund die Hälfte mehr als im Vorjahr. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr rund eine Million Geräte zur Luftaufbereitung verkauft und ein Umsatz von rund 166 Millionen Euro erzielt.

GfK Thilo Heyder
Thilo Heyder, Foto: GfK

Thilo Heyder, Experte für Haushaltskleingeräte bei GfK: „Einer der Gründe für das rasante Wachstum von Geräten zur Luftaufbereitung dürfte die Corona-Pandemie und die damit verbundene Diskussion zur Luftqualität in den Innenräumen sein. Waren es in der Vergangenheit vor allem Geräte mit Luftkühlungsfunktion, die für Marktwachstum gesorgt haben, standen im Jahr 2020 insbesondere Geräte mit Luftreinigungsfunktion im Fokus.“

Luftbearbeitung wird smart

In den Sommermonaten 2020 wurden Kombinationsgeräte zur Luftkühlung und Luftreinigung deutlich häufiger verkauft als im Vorjahr. Im dritten Quartal 2020 haben dann Monogeräte zur Luftreinigung dem Markt einen starken zweiten Aufschwung verschafft. Neben gestiegenen Bedürfnis nach sauberer Raumluft dürften auch das verbesserte Design sowie smarte Funktionen die Attraktivität der Luftreiniger erhöht haben. So sind immer häufiger Produkte gefragt, die sich diskret in die Wohnlandschaft einfügen oder über Apps steuern lassen. Entsprechend sind die durchschnittlich erzielten Verkaufspreise im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen.

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Thilo Heyder: „Wir gehen davon aus, dass der Markt für Geräte zur Luftaufbereitung weiterhin deutlich zulegt. Auch wenn wir in den vergangenen Jahren hohe Zuwächse beobachten konnten, sind aktuell noch wenige Haushalte mit entsprechenden Produkten ausgestattet. Heiße Sommer, mehr Allergiker und die oft schlechte Luftqualität im urbanen Wohnumfeld dürften auch weiterhin und unabhängig von Corona für eine hohe Nachfrage sorgen. Ob sich eine derart rasante Steigerung wie im Jahr 2020 wiederholt, bleibt abzuwarten. Wir prognostizieren eher ein solides, aber im Vergleich zu anderen Haushaltskategorien dennoch deutliches Wachstum.“

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