IFH Köln: Umsatzboom bei Büromöbeln

Workspace Office - modern eingerichtetes Büro
Foto: Pixabay

Der Markt rund um Bürowirtschaft blickt auf zwei durchwachsene Jahre zurück. Wie das IFH Köln konstatiert, verzeichnet die Gesamtbranche nach einem Umsatzrückgang von 5,5 Prozent im ersten Pandemiejahr 2020 im zweiten Pandemiejahr 2021 wieder ein leichtes Umsatzplus von 1,1 Prozent. Im Angesicht des zunehmenden Remote-Arbeitens ist der Bereich Software nach wie vor kontinuierlicher Umsatztreiber, der über die Hälfte des Gesamtmarktes (53,1 Prozent) ausmacht. Positiv überraschend ist die Entwicklung bei Büromöbeln, die 2021 als einziger Teilmarkt über dem Vorkrisenniveau von 2019 liegen und mit einem robusten Wachstum von über 10 Prozent die Verluste aus dem Jahr 2020 überwinden konnten.

Grafik des IFH Köln - Bürowirtschaft Umsatzentwicklung
Foto: IFH Köln

Investitionen in Büromöbel bleiben hoch

Infolge der Pandemie hat sich die Nachfrage der privaten Haushalte nach Büromöbeln stark nach oben bewegt, so dass Verluste aus dem B2B-Geschäft teilweise kompensiert werden konnten. Erwerbstätige haben im vergangenen Jahr durchschnittlich rund 200 Euro für Büromöbel für ihr Home Office ausgegeben. Zum Vergleich: 2019 lagen die Ausgaben noch bei 125 Euro. Eine Entwicklung, die bleiben wird, denn laut IFH Köln werden für das laufende Jahr 2022 ähnlich hohe Investitionen in Büromobiliar für zuhause geplant. Darüber hinaus haben sich die Kräfteverhältnisse im Bereich Büromöbel geändert: Während in den vergangenen Jahren stets Schreibtische den größten Umsatz einbrachten, liegen 2021 erstmals Bürositzmöbel vorne mit einem Plus von rund 25 Prozent.

Digitalisierung: Software gewinnt, PBS verliert

In den beiden Teilmärkten PC-Hardware und Software verstärkt die Pandemie dagegen Trends, die auch schon vor der Corona-Krise zu beobachten waren. Während PBS-Artikel (Papier, Büroartikel, Schreibwaren) Umsatzeinbrüche verzeichnen (minus 11,3 Prozent in 2020 und minus 2,8 Prozent in 2021), bleibt der Markt mit 11,3 Milliarden Jahresumsatz in 2021 trotz des anhaltenden Abwärtstrends weiterhin ein Schwergewicht in der Bürowirtschaft. Mit Abstand der größte Teilmarkt insgesamt ist laut IFH Köln dagegen der Bereich Software mit einem Gesamtmarktvolumen von 30 Milliarden Euro in 2021. Das Handelsinstitut ist sicher, dass sich diese Entwicklung fortsetzen wird. So wird der Umsatz mit Software-Produkten in der Bürowirtschaft im Jahr 2026 voraussichtlich bei rund 36 Milliarden Euro liegen.

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