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MediaMarktSaturn zentralisiert die Prozesse

Die Ceconomy AG treibt die Transformation von Media Markt und Saturn voran. Nachdem in den letzten Jahren Fortschritte unter anderem in der Digitalisierung, im Geschäft mit Services & Solutions und in der Kosteneffizienz erzielt wurden, führt die MediaMarktSaturn Retail Group nun konzernweit eine zentrale Organisationsstruktur (Operating Model) ein.

Positiver Umsatztrend

Dr. Bernhard Düttmann, Foto: Ceconomy
Dr. Bernhard Düttmann, Foto: Ceconomy
Das dritte Quartal 2019/20 hat die Ceconomy AG mit einem zufriedenstellenden Ergebnis abgeschlossen. Nach den Lockerungen der Corona-Beschränkungen erholte sich der europaweite Umsatz im Mai (+3 Prozent) und mit weiterem Aufschwung im Juni (+12 Prozent) deutlich. Im Juli wurde der positive Umsatztrend fortgesetzt. "Dank der spürbaren Umsatzerholung sowie umfassender Maßnahmen zur Gegensteuerung konnten wir das Quartal besser als erwartet abschließen", so CEO Dr. Bernhard Düttmann. "Wesentlichen Anteil daran hatte auch der Erfolg unseres Online-Geschäfts, welches im dritten Quartal mehr als ein Drittel zum Gesamtumsatz beigetragen hat." In den Webshops von MediaMarkt und Saturn haben sich europaweit seit März fast drei Millionen Neukunden registriert.

Um den vor zwei Jahren begonnenen Transformationsprozess zu beschleunigen, führt der Konzern eine zentrale Organisation ein. Im Mittelpunkt des neuen "Operating Model" stehen über alle Länder hinweg einheitliche Führungsstrukturen und standardisierte Prozesse und Abläufe. Das gilt für die Verwaltungsfunktionen in den Landesgesellschaften ebenso wie für die Organisation der einzelnen Märkte. Darüber hinaus werden regionale Ländercluster gebildet und bestimmte Länder organisatorisch zusammengelegt. Diese Konzernentscheidung hin zu einer weiteren Zentralisierung wird auch von der Familie Kellerhals gestützt, vertreten durch die Convergenta Invest GmbH, die mit rund 22 Prozent der Anteile an MediaMarktSaturn beteiligt ist.

Auch in den Märkten wird MediaMarkt-Saturn die Führungsstrukturen europaweit straffen. In jedem der rund 1.000 Stores in Europa wird eine Standardorganisation eingeführt, die von einem Chief Customer Officer geleitet wird. Dies soll die organisatorischen Voraussetzungen für ein überzeugendes Kundenerlebnis schaffen. Die Märkte werden zudem von administrativen Aufgaben entlastet und in die Hauptverwaltungen der Landesgesellschaften verlagert. Wichtige Prozesse werden künftig zentral gesteuert, unter anderem im Sortimentsmanagement, im Einkauf und in der Logistik.

Mehr Kompetenz bei Beratung und Service

Ferran Reverter, Foto: Ceconomy
Ferran Reverter, Foto: Ceconomy
"Wir kommen planmäßig weiter voran. Mit dem neuen Operating Model schaffen wir die organisatorischen Grundlagen, um unsere strategischen Initiativen gezielt voranzutreiben. Mit einer europaweit einheitlichen, strafferen Führungsorganisation werden wir insgesamt kundenorientierter und schneller", so Ferran Reverter, CEO von MediaMarktSaturn. "Zudem werden wir noch intensiver als bisher in die umfassende Weiterbildung unserer Mitarbeiter investieren. So soll das von uns neu aufgesetzte Programm Passion4-Customer wesentlich dazu beitragen, die Beratungs- und Servicekompetenz in den Märkten weiter auszubauen."

Das Unternehmen wird den Mitarbeitern zusätzliche digitale Tools zur Verfügung stellen, um die Servicequalität und Effizienz zu verbessern und ihnen bestimmte Tätigkeiten zu erleichtern. Dazu zählt beispielsweise die Mitarbeiter-App, die unter anderem Informationen zu Produktverfügbarkeiten und Mitbewerberpreisen sowie Coupons und Video-Produktinformationen beinhaltet.

Einsparungen im europäischen Ausland

Die Unternehmensgruppe hat außerdem entschieden, 14 defizitäre Märkte in Europa dauerhaft zu schließen. Im Zuge des Operating Models wird es in den kommenden zwei bis drei Jahren vorwiegend im europäischen Ausland zu einem Abbau von bis zu 3.500 Vollzeitstellen kommen. Derzeit beschäftigt Ceconomy rund 45.000 Mitarbeiter auf Vollzeitbasis. Der Konzern erwartet durch diese Maßnahmen nachhaltige Einsparungen von knapp über 100 Millionen Euro pro Jahr, die mehrheitlich ab dem Geschäftsjahr 2022/23 wirksam werden sollen.
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