GfK: Energielabel sind wichtig bei der Kaufentscheidung

Neues Energielabel, Grafik der gfu
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Seit 1. März 2021 gelten neue Energielabel für Kühl- und Gefriergeräte, Spülmaschinen, Waschmaschinen, Waschtrockner, Monitore und Fernseher – weitere Kategorien werden folgen. Für Verbraucher ist die Energieeffizienz einer der wichtigsten Kauftreiber für Haushaltsgeräte, wie die GfK in einer Umfrage herausfand.

GfK Petra Süptitz
Petra Süptitz, Foto: GfK

„Umweltbewusstsein ist aktuell der wichtigste Makro-Trend in Deutschland und selbst während der Pandemie hat die Relevanz dieses Themas stetig zugenommen. Gleichzeitig sind die deutschen Verbraucher sehr preissensibel“, so Petra Süptitz, GfK-Expertin im Bereich Consumer Intelligence. „Das kann zum Kauf von günstigeren Alternativen führen, wenn umweltfreundliche Produkte als zu teuer wahrgenommen werden. Auf der anderen Seite steht umweltfreundliches Verhalten häufig in Verbindung mit möglichen Kosteneinsparungen. Das sehen wir auch beim Kauf von Elektrogeräten und der damit verbundenen Relevanz von Energieeffizienz.“

So gaben in der GfK-Studie 82 Prozent der Verbraucher an, dass Energielabels generell einen Einfluss auf ihre Kaufentscheidung haben. In den Kategorien, für die bereits die neuen Labels gelten, geben mindestens 70 Prozent der Befragten an, dass Energieeffizienz sogar das ausschlaggebende Kriterium bei der finalen Kaufentscheidung war. Knapp die Hälfte der deutschen Verbraucher achtet auf die Labels, um die Umwelt zu schonen. Allerdings geben mit 60 Prozent noch mehr Befragte an, dass energieeffiziente Geräte für sie wichtig sind, um Stromkosten zu sparen.

„Die Energieeffizienz scheint außerdem einen höheren Stellenwert einzunehmen als der absolute Energieverbrauch und damit die tatsächlichen Auswirkungen auf die Umwelt“, erklärt Petra Süptitz. „Zusätzlich zur Energieeffizienz wünschen sich die Konsumenten eine ganze Reihe von technisch innovativen Funktionen und vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, die vor allem größere Geräte bieten. Natürlich verbrauchen diese größeren Geräte aber mehr Energie als die kleineren Alternativen.“

Neue Energielabels sind bekannt, aber nicht verstanden

Trotz der großen Relevanz von Energieeffizienz und Energielabels gibt es für viele Konsumenten noch Nachholbedarf, wenn es um die Auswirkung der neuen EU-Labels geht. Zwar haben 77 Prozent der Deutschen von den neuen Energielabels gehört, aber nur 45 Prozent der Verbraucher haben sie auch verstanden. 32 Prozent wissen zwar, dass es neue Labels gibt, sind sich jedoch nicht sicher über deren Bedeutung. Männer und ältere Konsumenten fühlen sich besser informiert als der Durchschnittskonsument.

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