GfK zum Black Friday: „Der größte Rabatt bringt nicht immer gleich den größten Verkaufserfolg“

black friday - handgeschriebene Schrift
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Vergangenes Jahr fand Black Friday erstmals unter dem Einfluss der Pandemie statt: 53 Prozent der Verkäufe wurden online getätigt und überstiegen somit zum ersten Mal die stationären Käufe. 2021 müssen sich sowohl Konsumenten als auch Händler neu orientieren, doch trotz etlicher Hindernisse für die diesjährige Shopping-Saison prognostiziert GfK ein positives Endergebnis für den Markt für technische Konsumgüter.

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Dieses Jahr konkurrieren die an Black Friday begehrten elektronischen Waren mit Sektoren wie Reisen oder Fashion. Hinzu kommt die aktuelle Fragilität von Lieferketten und die daraus resultierende unübliche Preisentwicklung, die an Endkunden weitergegeben wird. Trotz dieser Hindernisse kann der diesjährige Black Friday erfolgreich werden. „Sicherlich warten Endkonsumenten aufgrund der steigenden Inflation und höheren Preisen auf attraktive Angebote in der Black-Friday-Woche“, heißt es bei der GfK. „Dennoch bringt für den Handel nicht immer gleich der größte Rabatt auch den größten Verkaufserfolg. Denn aufgrund der das Angebot übersteigenden Nachfrage, gerade in gefragten Produktkategorien, reicht bereits ein geringerer Kaufanreiz aus als vor der Pandemie.“

Vorgezogene Käufe

„Da die Verbraucher Versandverzögerungen und Bestandsverknappungen fürchten, kaufen viele vorzeitig. Durch das Vorziehen der Einkäufe durch die Konsumenten ziehen auch Einzelhändler ihre Angebote immer weiter vor“, sagt Norbert Herzog, GfK-Experte für technische Konsumgüter. „Daher erwarten wir, dass sich Black Friday immer weiter in den beginnenden November hin ausdehnt, noch mehr als in den letzten Jahren.“

Der richtige Mix aus Online und Offline

Ein Omnichannel-Absatz in Kombination mit einem Shopping-Erlebnis statt nur dem reinen Verkauf wird für die diesjährige Shoppingsaison der Schlüssel zum Erfolg für Einzelhändler sein. „Diejenigen Händler, die die Vorteile der verschiedenen Kanäle auf die attraktivste und flexibelste Weise kombinieren können, werden gewinnen“, so die Einschätzung von Norbert Herzog. Für diese Produktbereiche wird zum Black Friday eine erhöhte Nachfrage erwartet:

Home Office und Home Schooling

Auch 2021 erwarten die GfK-Experten wieder eine hohe Nachfrage für technische Güter. Während im ersten Jahr der Pandemie grundlegende Anschaffungen wie Laptops (plus 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) oder Monitore (plus 35 Prozent) getätigt wurden, wird die Arbeitsumgebung zu Hause nun mit anspruchsvolleren Produkten erweitert. Bereits von Januar bis September 2021 verzeichnet der IT-Sektor (Notebooks, Tablets, Computer, Drucker, etc.) ein Wachstum von 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Denn das Lernen und Arbeiten von Zuhause wird erwartungsgemäß auch über die Pandemie hinaus Bestand haben und so die Verbrauchernachfrage im vierten Quartal beeinflussen.

Telekommunikation

Aller Voraussicht nach wird sich dieses Jahr auch der Bereich der Telekommunikation wieder erholen. Laut GfK Market Intelligence: Sales Tracking wuchs der Umsatz in diesem Sektor von Januar bis September 2021 weltweit um 20 Prozent, angetrieben von Wearables (plus 50 Prozent), Smartphones (plus 19 Prozent) und mobilen Headsets/Kopfhörern (plus 29 Prozent). Denn der Ausbau von 5G und neue Smartphone-Generationen, zum Beispiel faltbare Handys, schaffen Anreiz für Neuanschaffungen.

Haushaltsgeräte

Über die gesamte Pandemie hinweg stieg die Nachfrage nach Haushaltsgeräten aller Art aufgrund der neuen Häuslichkeit. So verzeichneten Geräte zur Essenszubereitung in der Black-Friday-Woche 2020 ein Plus von 134 Prozent im Vergleich zu durchschnittlichen Wochen. Für 2021 werden laut GfK besonders Geräte mit hoher Marktdurchdringung stärker nachgefragt, beispielsweise Espressovollautomaten mit plus 33 Prozent oder Küchenmaschinen mit plus 4 Prozent von Januar bis September 2021.

Premium-Technik

Bereits im vergangenen Jahr hatten Verbraucher ein hohes Bestreben nach Luxus-Produkten im Bereich technische Konsumgüter, um ihre häusliche Umgebung im Lockdown aufzuwerten. Dies bestätigt eine GfK-Studie, laut der Verkäufe von Großbildfernsehern (70 Zoll und größer) von Januar bis September 2021 um 64 Prozent gestiegen sind, während kleinere Fernseher stagnierten. Auch für Smart-Home-Geräte wird ein Aufschwung erwartet. „Black Friday und weitere Shoppings-Events bieten für Konsumenten einen hohen Anreiz, da diese weiterhin gewillt sind in ihr eigenes Zuhause zu investieren und mit Werbeaktionen auf Premiumprodukte Geld sparen können“, so die GfK.

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